Beschreibung
Das für eine präzise, hochdichte Regelung thermischer Regelkreise entwickelte Mitsubishi Electric L60TCTT4BW-CM bietet eine fortschrittliche mehrkanalige Temperaturregelung, die direkt in die SPS-Plattform der MELSEC-L-Serie integriert ist. Dieses Modul verfügt über vier unabhängige Thermoelement-Eingangskanäle sowie eine integrierte Heizerausfallerkennung und ermöglicht dadurch Echtzeitdiagnosen und eine PID-Regelung mit geschlossenem Regelkreis, ohne auf externe Transmitter-Hardware oder eine hohe CPU-Auslastung angewiesen zu sein.
Merkmale
- Vier Thermoelement-Eingangskanäle zur Unterstützung mehrerer Sensortypen für hohe Flexibilität.
- Integrierte Erkennung von Heizungsunterbrechungen mithilfe externer Stromwandler (CT) zur Vermeidung von Prozessausfällen.
- Ausführung der internen PID-Regelschleife zur Entlastung der Haupt-CPU der SPS bei thermischen Prozessen.
- Kompakte, modulare, rackfreie Bauweise für platzbeschränkte Schaltschränke.
- Direkte Parametrierung und Kalibrierung über die Standardsoftware GX Works2 und GX Works3.
Anwendungen
- Kunststoffextrusionsanlagen und thermische Zonen von Spritzgießmaschinen.
- Industrielle Verpackungsmaschinen und Heißsiegelbalken.
- Wärmebehandlungsöfen, Trockenschränke und Industrieöfen.
- Regelung der Kammertemperatur in Halbleiterfertigungsprozessen.
Technische Daten
| Parameter |
Spezifikation |
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellcode |
L60TCTT4BW-CM |
| Modultyp |
Temperaturregelungsmodul (Thermoelementtyp) |
| Anzahl der Eingangskanäle |
4 Kanäle |
| Kompatible Sensortypen |
Thermoelemente: K, J, T, B, R, S, E, N, PLII, W5Re/W26Re |
| Heizerausfallerkennung |
Unterstützt (über externe Stromwandlereingänge) |
| Abtastzyklus |
50 ms / Kanal |
| Interne Stromaufnahme (5 V DC) |
0.33 A |
| Gewicht |
0.33 kg |
| Versandgewicht (berechnet) |
2.00 kg |
| Herkunftsland |
Japan |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Klemmengruppe |
Funktionszuweisung |
| CH1 bis CH4 (+ / -) |
Positive und negative Differenzeingänge für Thermoelementsensoren |
| CT1 bis CT4 |
Stromeingänge für Stromwandler zur Überwachung von Heizungsunterbrechungen und Heizerausfällen |
| CJC |
Anschlusspunkt des Sensors für die Kaltstellenkompensation |
Alternative Modelle & Kompatibilität
Der L60TCTT4BW-CM dient als direkter Ersatz für Standardmodule der Serie L60TCTT4. Das Suffix „-CM“ bezeichnet eine lokalisierte Dokumentationsverpackung; Hardware, elektrische Eigenschaften und Registerzuordnung bleiben jedoch vollständig identisch. Das Modul lässt sich nahtlos an allen MELSEC-L-CPUs montieren, einschließlich L02CPU, L26CPU-BT und standardmäßigen Feldbus-Schnittstellenkopfmodulen.
Typische Anwendungsfehler und technische Hinweise
Verwenden Sie beim Einsatz der Heizer-Trennfunktion ausschließlich kompatible Stromwandler (CTs) mit präzisen Übersetzungsverhältnissen gemäß den Angaben im MELSEC-L-Hardwarehandbuch. Nicht verwendete Thermoelement-Eingangskanäle müssen in den Systemparametereinstellungen ausdrücklich deaktiviert werden, damit das Modul keine Fehler wegen offener Sensorschaltkreise ausgibt und ungültige Diagnosedaten erzeugt.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Um die Messintegrität zu gewährleisten, verlegen Sie Thermoelement-Ausgleichsleitungen stets durch dafür vorgesehene Niederspannungs-Kabelkanäle, getrennt von 480-V-Wechselstrom-Motorkabeln oder VFD-Ausgängen. Stellen Sie sicher, dass der Schirm der Ausgleichsleitung an einer einzigen, sauberen Erdungsklemmenleiste nahe der Einführung in das PLC-Gehäuse geerdet wird, um zu verhindern, dass Erdschleifen die hochauflösenden Analog-Digital-Wandler verfälschen.
Installationsrichtlinien
WICHTIGER WARNHINWEIS: Trennen Sie vor Beginn der Installation oder der physischen Verdrahtung alle Stromquellen, die das PLC-Rack, die Sensorschleifen und die Versorgungsleitungen der Heizer speisen. Eine unzureichende galvanische Trennung kann zu schwerwiegender Bauteildegradation, Kurzschlüssen oder Stromschlägen führen.
1
Rasten Sie das Modul auf der standardmäßigen 35-mm-DIN-Schiene ein und schließen Sie die integrierte seitliche Verriegelung, um die Verbindung mit dem benachbarten MELSEC-L-Modul herzustellen.
2
Schließen Sie die Drähte des Thermoelementsensors an die Klemmenleiste an und achten Sie dabei strikt auf die korrekte Zuordnung der positiven (+) und negativen (-) Polarität.
3
Schließen Sie die Kabel der Stromwandler (CT) an die Pins für die Durchbrennerkennung an, wenn die aktive Überwachung des Heizerzustands verwendet wird.
4
Schalten Sie das Controller-Rack ein und übertragen Sie die Hardwarekonfiguration einschließlich der Sensorkalibrierungstabellen mithilfe der GX-Works-Software.