Produktübersicht
Das X20PD2113 (X20PD2113) ist ein spezialisiertes digitales Ausgangsmodul innerhalb des B&R-X20-Systems, das für Hochleistungsschaltungen in dezentralen Automatisierungsarchitekturen entwickelt wurde. Im Gegensatz zu herkömmlichen Source-Modulen verfügt das X20PD2113 über 6 digitale Ausgänge mit Sink-Anschlusstechnik. Diese Konfiguration ist für die Anbindung bestimmter industrieller Aktoren und elektronischer Lasten erforderlich, die eine massegeschaltete (NPN-)Logik benötigen. Das für eine 24-VDC-Signalumgebung entwickelte Modul bietet Maschinenbauern in der Druck-, Textil- und Elektronikmontagebranche eine robuste Lösung, bei der präzises Timing und spezifische elektrische Kompatibilität erforderlich sind, um einen hohen Durchsatz aufrechtzuerhalten und die Betriebslatenz zu minimieren.
Technische Konfiguration
Die Hardware des X20PD2113 wurde entwickelt, um über seine 6 Ausgangskanäle maximale elektrische Zuverlässigkeit zu gewährleisten. In einer Sink-Konfiguration fungiert das Modul als Schalter zum negativen Potenzial (0 VDC), sodass der Strom von der Last durch das Modul zur gemeinsamen Masse fließen kann. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung für die Integration des B&R-X20-Systems mit Sensoren von Drittanbietern oder speziellen Ventilinseln, die mit NPN-Logik arbeiten. Jeder Kanal ist für eine 24-VDC-Signalversorgung ausgelegt, und das Modul lässt sich nahtlos in die X20-Rückwand integrieren, wobei es Echtzeitdiagnosen an die zentrale SPS liefert. Dadurch können Kommunikationsausfälle oder Schwankungen der Versorgungsspannung sofort erkannt werden, sodass Sicherheit und logische Integrität des Systems uneingeschränkt erhalten bleiben.
Technische Spezifikationen
| Merkmal |
Spezifikationsdetails |
| Modell |
X20PD2113 |
| Marke |
B&R Industrial Automation |
| Modultyp |
Digitales Ausgangsmodul |
| Anzahl der Ausgänge |
6 |
| Anschlusstyp |
Sink (NPN-Schaltung) |
| Signalversorgung |
24 VDC |
| E/A-Raster |
X20-System |
| Schutzart |
IP20 |
| Betriebstemperatur |
0 bis +55 Celsius |
| Lagertemperatur |
-25 bis +85 Celsius |
| Gewicht |
Ca. 0,06 kg (netto) |
| Versandgewicht |
1,5 kg |
Technische FAQs
Was ist der Hauptunterschied zwischen dem X20PD2113 und einem herkömmlichen Source-Modul?
Das X20PD2113 ist ein „Sink“-Modul, d. h., es schaltet die Masse- (Minus-)Seite der Last. Herkömmliche „Source“-Module schalten die positive 24-VDC-Seite. Sie müssen sicherstellen, dass Ihr Feldgerät mit NPN-(Sink-)Logik kompatibel ist, um Kurzschlüsse oder eine Nichtfunktion zu vermeiden.
Wie wirkt sich die Konfiguration mit 6 Ausgängen auf das Prozessabbild aus?
Das Modul belegt eine bestimmte Bitbreite im X20-Prozessabbild. In der SPS-Konfiguration (Automation Studio) werden diese 6 Ausgänge digitalen Bits zugeordnet und ermöglichen so eine direkte logische Steuerung. Außerdem stehen Diagnosebits zur Verfügung, um den internen Status des Moduls zu überwachen.
Kann ich Sink- und Source-Module im selben X20-Rack kombinieren?
Ja. Einer der wesentlichen Vorteile des X20-Systems ist seine Modularität. Sie können das X20PD2113 zusammen mit Source-Modulen, Analogmodulen und Sicherheitsmodulen auf derselben Rückwand installieren, sofern der Gesamtstromverbrauch die Grenze des Stromversorgungsmoduls nicht überschreitet.
Leitfaden für Engineering und Installation
-
Sicherheit bei der Sink-Logik-Verdrahtung: Beachten Sie bei der Verdrahtung des X20PD2113, dass die Last stets „spannungsführend“ (an 24 VDC angeschlossen) ist und das Modul den Stromkreis zur Masse schließt. Stellen Sie sicher, dass die Feldverdrahtung ordnungsgemäß isoliert ist, da ein frei liegender Draht, der den Schaltschrankrahmen berührt, den Aktor durch einen unbeabsichtigten Massepfad versehentlich aktivieren könnte.
-
Berechnung der Rückwandversorgung: Überprüfen Sie vor dem Hinzufügen mehrerer X20PD2113 Module zu einem einzelnen Bussegment den Strombedarf für den internen X20-Bus. Wenn der Gesamtverbrauch der E/A-Module die Kapazität des Bus-Controllers überschreitet, muss ein zusätzliches X20PS-(Stromversorgungs-)Modul eingesetzt werden, um die Rückwandversorgung zu verstärken.
-
Maßnahmen zur Störungsreduzierung: Da Sink-Ausgänge häufig mit elektronischen Hochgeschwindigkeitskomponenten verwendet werden, sollten Signalkabel von leistungsstarken Wechselstromleitungen ferngehalten werden. Verwenden Sie abgeschirmte Kabel, wenn das Modul mit hohen Frequenzen schaltet, um zu verhindern, dass elektromagnetische Störungen benachbarte Analogsignale oder Kommunikationsleitungen beeinträchtigen.