Beschreibung
Der für die Steuerung der dezentralen Kommunikation auf Feldebene konzipierte Beckhoff EP6228-0022 ermöglicht die nahtlose Integration von bis zu acht IO-Link-Geräten direkt in Hochgeschwindigkeits-EtherCAT-Netzwerke. Dieses Modul mit Schutzart IP67 fungiert als industrietauglicher Koppler, macht geschützte Schaltschränke überflüssig und vereinfacht die Verkabelungstopologien direkt an der Maschine. Durch die Kombination der extrem niedrigen Latenz des EtherCAT-Protokolls mit der Punkt-zu-Punkt-Flexibilität der IO-Link-V1.1-Spezifikation (Class A) bietet es direkten, bidirektional transparenten Zugriff auf die Parametrierung, Diagnose und Prozessdaten von Sensoren und Aktoren.
Das Gerät verfügt über standardmäßige M12-Anschlussports mit A-Codierung für eine sichere Signalintegrität und verwendet M8-Anschlüsse sowohl für die leistungsstarke EtherCAT-Busleitung als auch für die lokale 24-V-DC-Stromverteilung. Die integrierte Unterstützung für Distributed Clocks gewährleistet eine präzise Synchronisierung nachgelagerter Automatisierungsknoten und macht das Gerät besonders zuverlässig für verteilte Sensorarrays, komplexe Montagemaschinen und lokale Materialtransportplattformen.
Wichtige Merkmale
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Eight Independent IO-Link Channels: Unterstützt den gleichzeitigen Anschluss von bis zu 8 IO-Link-Class-A-Geräten mit einstellbaren Datenübertragungsraten von bis zu 230,4 kBaud.
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Direkte Feldmontage: Das Gehäuse der Schutzart IP65/66/67 schützt die interne Elektronik vor Feuchtigkeit, Staub und Reinigungsbedingungen, ohne dass ein Schaltschrank erforderlich ist.
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Distributed-Clocks-System: Die vollständig integrierte Unterstützung für EtherCAT Distributed Clocks gewährleistet eine Synchronisationsgenauigkeit im Submikrosekundenbereich über das Feldbusnetzwerk hinweg.
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Robuste elektrische Isolation: Mit einer galvanischen Trennung von 500 V zwischen dem industriellen Bussystem und der lokalen Sensor-/Aktor-Schaltung.
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Stromweiterleitung in Daisy-Chain-Konfiguration: Mit dedizierter M8-Stromzuführung und nachgeschalteten Anschlüssen zur Vereinfachung von Stromverteilungskonfigurationen.
Anwendungen
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Automobilmontagelinien: Lokale Integration intelligenter Pneumatikverteiler, Laser-Distanzsensoren und RFID-Lesegeräte.
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Verpackungs- und Abfüllanlagen: Direkte Rahmenmontage in der Nähe von Drehsystemen oder Förderstrecken, die eine Mehrport-Sensoranbindung unter häufigen Reinigungsbedingungen erfordern.
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Robotisches Werkzeug-Ende-Tooling: Leichtgewichtige, stoßfeste Bereitstellung von Mastermodulen an dynamischen Gelenkarmen.
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Intralogistik- und Sortierzentren: Schaltschrankfreie Konfiguration weitläufiger Sensorarrays entlang langer Förderstrecken.
Technische Spezifikationen
| Parameter / Spezifikation |
Wert / Einstufung |
| Hersteller |
Beckhoff Automation |
| Modellnummer |
EP6228-0022 |
| Feldbusprotokoll |
EtherCAT |
| Busschnittstellen |
2 × M8-Buchse, geschirmt, Schraubanschluss |
| IO-Link-Spezifikation |
Version 1.1, Klasse A |
| Anzahl der IO-Link-Ports |
8 |
| Unterstützte Baudraten |
4,8 kBaud, 38,4 kBaud, 230,4 kBaud |
| Anschlussart |
M12 × 1, 5-polig, A-kodiert |
| Nennbetriebsspannung |
24 V DC (-15 % / +20 %) |
| IO-Link-Sensorversorgung (L+) |
24 V DC, max. 1,4 A pro Port (Summenbegrenzung von 4,0 A über alle 8 Ports) |
| Stromaufnahme (von US) |
Typischerweise 130 mA zuzüglich Sensorlast |
| Konfiguration der Spannungszuführung |
Einspeisung: 1 × M8-Stecker (4-polig); nachgeschaltet: 1 × M8-Buchse (4-polig) |
| Unterstützung verteilter Uhren |
Ja |
| Elektrische Trennung |
500 V |
| Schutzart |
IP65, IP66, IP67 (entspricht EN 60529) |
| Betriebstemperatur |
-25 bis +60 °C |
| Lagertemperatur |
-40 bis +85 °C |
| Vibrations- und Stoßfestigkeit |
Entspricht EN 60068-2-6 / EN 60068-2-27 |
| EMV-Störfestigkeit und -Emission |
Entspricht EN 61000-6-2 / EN 61000-6-4 |
| Nettogewicht des Moduls |
Etwa 250 g |
| Versandgewicht (berechnet) |
2,00 kg (mit Schutzverpackung) |
| Ursprungsland |
Deutschland |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Anschlusspunkt |
Steckerspezifikation |
Funktionszuordnung |
| EtherCAT-Eingangsport |
M8-Buchse, 4-polig |
Eingehende EtherCAT-Hochgeschwindigkeitsverbindung |
| EtherCAT-Ausgangsport |
M8-Buchse, 4-polig |
Erweiterung des nachgeschalteten EtherCAT-Netzwerks |
| Kanäle 1 bis 8 |
M12-Buchse, 5-polig, A-kodiert |
IO-Link-Schnittstellen der Klasse A / Standard-Digital-I/O-Kanäle |
| Spannungseingang |
M8-Stecker, 4-polig |
Primäre 24-V-DC-Versorgungseinspeisung (US / UP) |
| Nachgeschaltete Spannungsversorgung |
M8-Buchse, 4-polig |
Durchgeschleifte Spannungsversorgung für nachgeschaltete EtherCAT-Box-Knoten |
Erfahrungsbasierte Engineering-Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Bei der Migration älterer Architekturen von IO-Link-Konfigurationen der ersten Generation (z. B. des Standardmoduls EP6224 oder älterer Module ohne -0022) ist zu beachten, dass der EP6228-0022 TwinCAT 3.1 Build 4022 oder höher benötigt, um die vollständige Diagnosesuite von IO-Link V1.1 freizuschalten. Stellen Sie stets sicher, dass die entsprechende ESI-Konfigurations-XML (EtherCAT Slave Information) exakt mit der auf dem Modulaufkleber angegebenen Hardwareversion übereinstimmt. Der Austausch älterer Varianten durch das Modell -0022 kann eine Aktualisierung der ESI-Datei im TwinCAT System Manager erfordern, um Fehler durch zyklische Datenfehlanpassungen zu vermeiden.
Anwendungshinweise und Engineering-Notizen
A common point of commissioning failure relates to power budgeting. While each individual IO-Link port on this module is physically capable of sourcing up to 1.4 A for the sensor supply (L+), the absolute aggregate current limit for all eight ports combined is strictly capped at 4.0 A. If you intend to operate highly demanding actuators, such as smart pneumatic valves or high-current solenoids, compute your aggregate current requirements beforehand. Exceeding the 4.0 A limit will trigger localized overcurrent protection routines, causing random port restarts and intermittent fieldbus communication drops.
Tipps für Inbetriebnahme und Verdrahtung
Zum Schutz vor EMI, die durch schwere Industriemaschinen wie Frequenzumrichter oder Servosysteme eingekoppelt wird, verwenden Sie doppelt geschirmte STP-Cat5e-Kabel (Shielded Twisted Pair) mit direkter metallischer 360-Grad-Schirmklemmung an den M8-Busanschlüssen. Erdschleifen lassen sich vermeiden, indem Sie prüfen, ob der Befestigungswinkel des Maschinenrahmens dasselbe Erdpotenzial wie die zentrale Funktionserde des Systems aufweist. In störbehafteten Umgebungen verwenden Sie die dedizierten IO-Link-Integrationswerkzeuge in TwinCAT, um den Parameter für Bilder pro Sekunde zu überwachen und eine fehlerfreie Übertragung im Betrieb sicherzustellen.
Installationsrichtlinien
WICHTIGER WARNHINWEIS: SICHERHEIT ZUERST
Trennen Sie alle vorgeschalteten Stromversorgungen und sichern Sie sie gegen Wiedereinschalten, bevor Sie physische Montage- oder Verkabelungsänderungen vornehmen. Die Aluminium-Rückplatte der EtherCAT Box muss direkt mit der Funktionserde der Maschinenstruktur verbunden werden, um parasitäre elektrostatische Entladungen und unerwartete Anomalien im Regelkreis zu vermeiden.
1
Positionieren Sie das Modul an einem flachen, vibrationsbeständigen Strukturelement der Maschine. Befestigen Sie das Gerät mit M3-Schrauben, die direkt in die strukturellen Befestigungsbohrungen an den oberen und unteren Flanschen eingeschraubt werden. Ziehen Sie die Befestigungsschrauben nicht zu stark an.
2
Führen Sie die ankommenden 24-V-DC-Versorgungsleitungen zum 4-poligen M8-Stecker. Prüfen Sie die korrekte Polarität der Leitungen, um Schäden an den internen Diagnosesystemen zu vermeiden. Stellen Sie sicher, dass der abgehende M8-Buchsenanschluss entweder mit einem IP67-Schutzstecker verschlossen oder sicher zum nächsten Knoten weitergeführt wird.
3
Verbinden Sie die ankommende EtherCAT-Leitung mit dem oberen M8-Kommunikationsanschluss und führen Sie die abgehenden Leitungen über den unteren Anschluss weiter. Ziehen Sie dabei die Schraubverschlüsse handfest an, damit die IP67-Dichtung gegen das Eindringen von Flüssigkeiten erhalten bleibt.
4
Schließen Sie IO-Link-Aktoren oder Sensorkabel an die einzelnen M12-Anschlüsse an. Verschließen Sie nicht verwendete M12- und M8-Anschlüsse mit Original-Schutzkappen für den Industriebereich, um vollständigen Schutz vor Umgebungskühlmittel oder Feuchtigkeitsspritzern zu gewährleisten.