Beschreibung
Der Beckhoff IL2301-B400-Feldbuskoppler verbindet Hochgeschwindigkeits-Interbus-Netzwerke mit lokalen IP-Link-Erweiterungsmodulen und ermöglicht eine robuste dezentrale Steuerung in anspruchsvollen Umgebungen. Dieses kompakte, nach IP67 geschützte Modul fungiert als intelligenter Knoten, der Signale zwischen dem primären Interbus-Netzwerk und bis zu 120 lokalen Erweiterungsmodulen über den schnellen IP-Link-Lichtwellenleiter-Ring koordiniert. Durch die Unterbringung der Steuerelektronik in einem vollständig abgedichteten und mechanisch widerstandsfähigen Gehäuse macht der Beckhoff IL2301-B400 elektrische Schutzschränke überflüssig und ermöglicht die direkte Montage an Maschinen in Bereichen, die Feuchtigkeit, Staub und starken Vibrationen ausgesetzt sind.
Hauptmerkmale
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Interbus-Integration: Direkte Verbindung mit Kupfer-Interbus-S-Netzwerken über zwei industrielle M23-Steckverbinder (9-polig, Stecker/Buchse).
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IP-Link-Erweiterungsring: Verwaltet bis zu 120 Erweiterungsmodule mit effizienten 64-Byte-Eingangs- und 64-Byte-Ausgangsdatenübertragungen.
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Hohe Signaldichte: Unterstützt bis zu 512 digitale Eingänge und 512 digitale Ausgänge sowie 28 analoge Ein- und Ausgänge pro Station.
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Robuster Umweltschutz: Zertifizierte Schutzarten IP65, IP66 und IP67 für zuverlässigen Betrieb bei Nässe, Verschmutzung oder Nassreinigung.
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KS2000-Kompatibilität: Diagnose und Parametrierung werden über die standardisierte serielle KS2000-Schnittstelle ermöglicht.
Anwendungen
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Automobilmontagelinien: Direkte Montage an Roboterarmen und Schweißvorrichtungen ohne Industriegehäuse.
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Materialtransport und Fördertechnik: Dezentrale Sensor-/Aktor-Verkabelung entlang weitläufiger Förderanlagen.
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Verpackungsmaschinen: Nassbereiche mit Reinigungsanforderungen, die einen robusten Schutz vor Staub und Feuchtigkeit erfordern.
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Lebensmittel- und Getränkeverarbeitung: Dezentrale I/O-Installationen in Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit, die eine IP67-Schutzleistung bei der Nassreinigung erfordern.
Technische Daten
| Parameter |
Spezifikation |
| Hersteller |
Beckhoff Automation |
| Modell- / Artikelnummer |
IL2301-B400 |
| Feldbusprotokoll |
Interbus (Interbus-S) |
| Busschnittstelle |
1 x M23-Buchse, 9-polig, 1 x M23-Stecker, 9-polig |
| Steuerspannungsversorgung |
24 V DC (zulässiger Bereich 20 bis 29 V DC) |
| Stromaufnahme der Box |
85 mA + Sensorverbrauch (max. 0,5 A insgesamt) |
| Stromversorgungsanschlüsse |
Einspeisung: 1 x M8-Stecker (4-polig); Weiterleitung: 1 x M8-Buchse (4-polig) |
| Isolationsspannung |
Steuerspannung zum Feldbus: Keine |
| Konfigurationsschnittstelle |
Serielle KS2000-Schnittstelle über Spezialstecker |
| Betriebstemperatur |
0 bis +55 °C |
| Lagertemperatur |
-25 bis +85 °C |
| IP-Schutzart |
IP65 / IP66 / IP67 (entspricht EN 60529) |
| Vibrations- / Stoßfestigkeit |
Entspricht EN 60068-2-6 / EN 60068-2-27 |
| Abmessungen (B x H x T) |
30 mm x 126 mm x 26,5 mm (ungefähr, ohne Steckverbinder) |
| Gewicht |
0,35 kg |
| Versandgewicht (berechnet) |
0,65 kg |
Stromanschlüsse (M8-Anschlüsse)
| Pin-Nummer |
Zuordnung |
Beschreibung |
| Pin 1 |
+24 V DC Steuerung |
Zuführung für Logikoperationen und die interne Box-Steuerung |
| Pin 2 |
+24 V DC Last |
Versorgung der angeschlossenen Ausgangskanäle und Feldgeräte |
| Pin 3 |
GND Steuerung |
Bezugspotenzial für die interne Steuer- und Logikschaltung |
| Pin 4 |
GND Last |
Bezugspotenzial für Ausgangslastaktoren |
Erfahrungsbasierte technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Die B400-Variante verwendet ausschließlich kupferbasierte Interbus-M23-Schnittstellen. Beachten Sie, dass Beckhoff auch B408-Varianten mit Lichtwellenleiteranschlüssen hergestellt hat. Stellen Sie sicher, dass Ihr vorhandenes Verkabelungssystem für Kupferübertragung ausgelegt ist. Wenn Sie ältere IL2301-Geräte ersetzen, prüfen Sie die Längen Ihrer lokalen IP-Link-Lichtwellenleiter. Beschädigte oder verschmutzte IP-Link-Steckverbinder können Linkverlustfehler verursachen, die sich über die primäre Interbus-Diagnose nur schwer feststellen lassen.
Typische Anwendungsfehler und technische Hinweise
Das Gerät arbeitet zwar ohne Schutzgehäuse, doch die Montage an Maschinen mit hohen Temperaturen oder in direktem Sonnenlicht kann dazu führen, dass seine Innentemperatur den Grenzwert von +55 degC überschreitet. Verwenden Sie bei der Montage auf wärmeerzeugenden Oberflächen eine Schutzabschirmung oder Abstandshalter. Überwachen Sie die Stromaufnahme der Sensoren an den lokalen IP-Link-Erweiterungsmodulen; eine Überschreitung von insgesamt 0,5 A im Steuerstromkreis führt zu Spannungseinbrüchen und verlorenen Kommunikationsframes.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Verwenden Sie stets originale Beckhoff-IP-Link-Kabel und beachten Sie die Mindestbiegeradien. Enge Biegungen in Kunststoff-Lichtwellenleitern (POF) führen zu übermäßiger Dämpfung und dadurch zu sporadischen I/O-Fehlern. Bei der Vorbereitung von Interbus-M23-Steckverbindern muss die Schirmkontinuität vollständig bis zum metallischen Steckverbindergehäuse geführt werden, um hochfrequente Störeinflüsse benachbarter Frequenzumrichter (VFDs) zu minimieren.
Installationsrichtlinien
KRITISCHER SICHERHEITSHINWEIS
Schalten Sie alle Stromquellen (sowohl Steuerspannung als auch Lastspannung) spannungsfrei, bevor Sie die M23- und M8-Steckverbinder montieren oder verlegen. Das Stecken industrieller M8- oder M23-Verbindungen unter Spannung kann Lichtbögen verursachen, empfindliche Treiber der optischen Schnittstelle beschädigen und EEPROM-Parameter verfälschen.
1
Befestigen Sie die Kopplerbox mit zwei M4-Schrauben direkt am Maschinenrahmen. Stellen Sie sicher, dass die flache Rückseite fest an einer sauberen, lackfreien Metallfläche anliegt, um die Wärmeableitung und die Masseverbindungen zu maximieren.
2
Stecken Sie die IP-Link-Kabelverbindungen aus Kunststoff-Lichtwellenleiter (POF) ein und sichern Sie sie. Achten Sie auf saubere, rechtwinklige Schnitte an den Faserenden, um Signalverluste zu minimieren, und drücken Sie die Steckverbinder hinein, bis sie hörbar einrasten.
3
Verbinden Sie die eingehenden und ausgehenden Interbus-M23-Steckverbinder. Ziehen Sie dazu die gerändelten Metallringe von Hand fest, damit die Integrität der IP67-Abdichtung erhalten bleibt. Verwenden Sie zum Festziehen der Steckverbinder keine Elektrowerkzeuge.
4
Schließen Sie die M8-Stromkabel an und achten Sie auf eine getrennte Führung der Steuer- und Lastspannungen, um elektromagnetisches Übersprechen auf den Sensorleitungen zu minimieren.