Beschreibung
Der Beckhoff IP1000-B528 ermöglicht eine robuste dezentrale Steuerung in rauen Betriebsumgebungen und verbindet acht digitale Sensoren direkt mit einem DeviceNet-Netzwerk. Dieses Fieldbus-Box-Modul macht Schutzschaltschränke überflüssig, da es ein äußerst robustes, maschinenmontierbares Gehäuse mit integrierten Anschluss-Schnittstellen bietet. Es arbeitet mit einer 24-V-DC-Steuerspannung und verarbeitet Signale mit einer Eingangsfilterzeit von 3 ms. Ausgestattet mit einem integrierten T-Stecker für das DeviceNet-Netzwerk ermöglicht das Modul einfache Linientopologien direkt an der Maschine und reduziert dadurch den Verkabelungsaufwand sowie Übertragungsleitungsverluste.
Funktionen
Anwendungen
- Dezentrale Fabrikautomationslinien mit DeviceNet-Architekturen.
- Materialhandling, Verpackungsmaschinen und Montagelinien, die feldmontierte I/O-Module erfordern.
- Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit, Anforderungen an die Nassreinigung oder starker Belastung durch Partikel.
Technische Daten
| Spezifikationsparameter |
Wert / Nennwert |
| Hersteller |
Beckhoff Automation |
| Modellbezeichnung |
IP1000-B528 |
| Feldbusprotokoll |
DeviceNet |
| Digitale Eingänge |
8 Kanäle, 24 V DC, 3 ms Filterzeit |
| Datenübertragungsraten |
Automatische Erkennung bis 500 kbaud |
| Feldbus-Schnittstellenanschluss |
1 x M12-Stecker (5-polig), 1 x M12-Buchse (5-polig) |
| Steuerspannungsversorgung |
24 V DC (-15 % / +20 %) |
| Zuführung der Stromversorgung |
1 x M8-Stecker (4-polig) |
| Nachgeschaltete Stromversorgung |
1 x M8-Buchse (4-polig) |
| Stromaufnahme der internen Box-Versorgung |
45 mA + Sensorlast (max. 0,5 A insgesamt) |
| Galvanische Trennung |
Steuerspannung zum Feldbus: 500 V |
| Schutzart |
IP65 / IP66 / IP67 (konform mit EN 60529) |
| Betriebstemperaturbereich |
0 bis +55 °C |
| Lagertemperaturbereich |
-25 bis +85 °C |
| Konformität mit Normen |
EN 60068-2-6 (Vibration), EN 60068-2-27 (Stoß), CE, UL |
| Ursprungsland |
Deutschland |
| Versandgewicht (berechnet) |
2,0 kg |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Steckverbinder / Anschluss |
Schnittstellentyp |
Pin-/Signalzuordnung |
| Feldbus-Eingang (übergeordnet) |
M12-Stecker, 5-polig |
Pin 1: Schirmung, Pin 2: V+, Pin 3: V-, Pin 4: CAN_H, Pin 5: CAN_L |
| Feldbusausgang (nachgeschaltet) |
M12-Buchse, 5-polig |
Parallel geschleifte Verbindung (integrierter T-Verbinder) zur Führung einer Stichleitung |
| Zuführung der Stromversorgung |
M8-Stecker, 4-polig |
Parallele Durchschleifverbindung (integrierter T-Verbinder) zur Führung einer Stichleitung |
| Nachgeschaltete Stromversorgung |
M8-Buchse, 4-polig |
Durchschleifende Verteilung zu benachbarten Fieldbus-Box-Modulen |
Erfahrungsbasierte technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Der IP1000-B528 gehört zur klassischen Beckhoff-Fieldbus-Box-Architektur. Wenn Sie von älteren CANopen- oder PROFIBUS-Varianten (z. B. IP1000-B510 oder IP1000-B310) umsteigen, stellen Sie sicher, dass die DeviceNet-Scannerkarte mit den korrekten, speziell für den -B528 vorgesehenen EDS-Dateien (Electronic Data Sheet) aktualisiert wird. Dieses Modul kann je nach Anforderungen an die Sensoranschlüsse (z. B. M12-Eingänge statt M8) durch Varianten des Typs IP1012-B528 ersetzt werden; die internen Mapping-Profile bleiben funktional identisch.
Anwendungsfehler und technische Hinweise
Beachten Sie bei der Berechnung der Strombudgets, dass die Sensorversorgung maximal 0,5 A liefert. Wird dieser Grenzwert über die 8 digitalen Eingänge hinweg überschritten, schaltet das Gerät zum Schutz vor Überlast intern ab und startet die Wiederherstellung. Stellen Sie bei Anwendungen mit starken Vibrationen sicher, dass alle ungenutzten M8- und M12-Anschlüsse mit von Beckhoff zugelassenen Schutzkappen verschlossen sind, damit kein Feuchtigkeitseintritt die IP67-Druckdichtung beeinträchtigt.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Der integrierte T-Verbinder erleichtert die Hardware-Installation, verfügt jedoch nicht über einen integrierten Abschlusswiderstand. Wenn sich der IP1000-B528 am physikalischen Ende des DeviceNet-Strangs befindet, muss ein dedizierter externer 121-Ohm-M12-Abschlusswiderstand an die nachgeschaltete M12-Buchse angeschlossen werden. Verwenden Sie die KS2000-Konfigurationsschnittstelle, um präzise Knotenadressen festzulegen, bevor Sie die Module an Stellen mit eingeschränktem physischem Zugang installieren.
Installationsrichtlinien
KRITISCHER WARNHINWEIS: Den gesamten DeviceNet-Strang und die lokalen Stromversorgungen vor der Montage oder dem Trennen von Schnittstellen vollständig spannungsfrei schalten. Das Anschließen oder Trennen von M8-/M12-Schnittstellen unter Last kann Lichtbögen, mögliche Schäden am Transceiver und Kommunikationsausfälle im aktiven Netzwerk verursachen.
1
Die Fieldbus Box mit zwei M4-Schrauben auf einer ebenen, vibrationsbeständigen Oberfläche montieren. Mit dem angegebenen Konstruktionsdrehmoment anziehen, ohne das Kunststoffgehäuse zu verformen.
2
Das ankommende DeviceNet-Feldbuskabel an den 5-poligen M12-Stecker anschließen und bei Bedarf die weiterführende Schleife über die 5-polige M12-Buchse führen.
3
Die 24-V-DC-Versorgungsleitung an die 4-polige M8-Buchse anschließen. Die gerändelte Metallmutter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen, um eine ordnungsgemäße Dichtung sicherzustellen.
4
Sensorkabel an die digitalen M8-Eingangskanäle anschließen. Ungenutzte Anschlüsse mit Schutzkappen verschließen, um die IP67-Dichtigkeit zu gewährleisten.