Beschreibung
Für die direkte, dezentrale Maschinenmontage entwickelt, koordiniert der Beckhoff IP2002-B518 zahlreiche lokale Ausgänge, ohne den Platzbedarf oder die Kosten geschützter Schaltschränke. Diese dezentrale Feldbus-Box verfügt über 8 digitale Ausgänge mit 24 V DC und nutzt die CANopen-Protokollkommunikation zur Optimierung von Echtzeitsteuerungsarchitekturen. Mit integrierten M12-T-Verbindern ermöglicht das Gerät übersichtliche Buskonfigurationen in Linientopologie direkt an Maschinenrahmen. Das robuste Polyamidgehäuse bietet zuverlässigen IP67-Schutz vor Feuchtigkeit, Staub und dauerhaften industriellen Vibrationen.
Funktionen
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8 digitale Ausgänge: Liefert bis zu 0,5 A pro Kanal und ist vollständig mit ohmschen, induktiven und Lampenlasten kompatibel.
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Integrierter T-Verbinder: Die integrierten 5-poligen M12-Stecker und -Buchsen ermöglichen ein unkompliziertes Durchschleifen des CANopen-Busses.
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Kurzschlussdiagnose: Die einzelnen Ausgangskanäle verfügen über einen elektronischen Kurzschlussschutz zur Begrenzung lokal auftretender Fehler.
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Flexible Stromverteilung: Separate M8-Anschlüsse trennen die Stromversorgung der Steuerlogik (Us) von der Versorgung der physischen Lasten (Up).
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Für aggressive Umgebungsbedingungen ausgelegt: Für den Betrieb mit IP65/66/67 klassifiziert und sichert Signalwege in Bereichen mit intensiver Spritzreinigung.
Anwendungen
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Steuerung pneumatischer Ventilblöcke: Direkte Schaltung von Vorsteuerventilen an beweglichen Portalbaugruppen.
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Fördertechnik: Lokale Steuerung von Sortierweichen, Stopptoren und Anzeigeleuchten.
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Automobilmontagewerkzeuge: Verteilung von Roboter-Endeffektorausgängen, wenn kein Platz für einen Schaltschrank vorhanden ist.
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Verpackungs- und Abfüllmaschinen: Ansteuerung von Aktoren an mehreren Stationen in Produktionsbereichen mit hoher Feuchtigkeit.
Tabelle der technischen Daten
| Parameter |
Wert / Spezifikation |
| Hersteller |
Beckhoff |
| Modellnummer |
IP2002-B518 |
| Modultyp |
Digitaler Feldbus-Box mit 8 Kanalausgängen |
| Protokoll / Schnittstelle |
CANopen (16 Tx- / 16 Rx-PDOs unterstützt) |
| Unterstützte Baudraten |
10 kBaud bis 1 Mbaud (automatische Erkennung) |
| Anzahl der Ausgänge |
8 (Eindrahtanschluss) |
| Nennausgangsspannung |
24 V DC (-15 % / +20 %) |
| Max. Ausgangsstrom |
0,5 A pro Kanal (einzeln kurzschlussfest) |
| Elektrische Isolation |
500 V (Steuerspannung zum Feldbus) |
| Steuerspannungsversorgung (Us) |
24 V DC, typische Stromaufnahme 45 mA |
| Feldbusanschluss |
1 x M12-Stecker (5-polig), 1 x M12-Buchse (5-polig) (integrierter T-Verbinder) |
| Stromversorgungsanschluss |
1 x M8-Stecker (4-polig); Durchschleifanschluss: 1 x M8-Buchse (4-polig) |
| Gehäusematerial |
Polyamid PA6 (XXL-Gehäuse) |
| Betriebstemperatur |
0 bis +55 °C |
| Lagertemperatur |
-25 bis +85 °C |
| Schutzart |
IP65 / IP66 / IP67 (entspricht EN 60529) |
| Abmessungen (B x H x T) |
30 mm x 210 mm x 26,5 mm |
| Versandgewicht (berechnet) |
2,0 kg |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Steckverbinder / Schnittstelle |
Pin-Nummer |
Signalbelegung |
| CANopen-Feldbus (M12) |
Pin 1 |
CAN_SHLD (Abschirmung) |
| Pin 2 |
V+ (Optionale externe Stromversorgung) |
| Pin 3 |
CAN_GND (Masse) |
| Pin 4 |
CAN_H (Signal High) |
| Pin 5 |
CAN_L (Signal Low) |
| Stromversorgungszuleitung (M8) |
Pin 1 |
Us +24 V DC (Steuerspannung für die Elektronik) |
| Pin 2 |
Up +24 V DC (Lastspannung für digitale Ausgänge) |
| Pin 3 |
GNDs (Steuermasse) |
| Pin 4 |
GNDp (Lastmasse) |
Erkenntnisse aus der Praxis
Alternative Modelle und Kompatibilität
Die Variante B518 dient als direkte Optimierung gegenüber älteren B510-Feldbusboxen. Da der IP2002-B518 den T-Anschluss direkt in sein Formgehäuse integriert, ersetzt er vollständig die Notwendigkeit externer Netzwerk-Splitteradapter vom Typ "Z1001" und reduziert dadurch das Kabelgewirr im Feld sowie potenzielle Eintrittsstellen für Umwelteinflüsse.
Anwendungsfallen und technische Hinweise
Obwohl jeder einzelne Kanal über einen Kurzschlussstromschutz verfügt, der unter Fehlerbedingungen bei etwa 1,5 A auslöst, darf die Gesamtlast aller 8 Ausgangskanäle die maximale Strombelastbarkeit des versorgenden M8-Anschlusses nicht überschreiten (typischerweise insgesamt auf 4 A über Up begrenzt). Stellen Sie sicher, dass für gleichzeitig aktive induktive Lasten geeignete Strombudgets berechnet werden.
Hinweise zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Entfernen Sie die Schutzabdeckung mit einem kleinen Schlitzschraubendreher, um auf die dezimalen Drehschalter zur Konfiguration der Node-ID zuzugreifen. Stellen Sie sicher, dass die Abdeckung mit ihrer Dichtung vollständig bündig wieder eingesetzt wird, damit die IP67-Schutzart erhalten bleibt. Beachten Sie außerdem, dass dieses Modul keine internen CAN-Abschlusswiderstände enthält; am physischen Endpunkt des Netzwerks muss ein M12-Abschlussstecker angebracht werden.
Installationshinweise
WICHTIGER WARNHINWEIS: Stellen Sie sicher, dass alle Stromversorgungsleitungen (Us und Up) vollständig spannungsfrei sind, bevor Sie M8- oder M12-Kabel anschließen oder trennen. Das Anschließen aktiver Stromleitungen an Module der IP-Serie kann Lichtbogenschäden an den Kontakten verursachen und die interne Diagnose-Logik beeinträchtigen.
1
Mechanische Montage: Montieren Sie das Modul direkt an einer ebenen Maschinenkonstruktion mithilfe der beiden Befestigungspunkte mit 3,5 mm Durchmesser und M3-Schrauben. Stellen Sie sicher, dass keine Torsionsbelastung auf das PA6-Gehäuse ausgeübt wird.
2
Node-ID konfigurieren: Schrauben Sie die Schutzabdeckung ab. Stellen Sie mit einem Drehschalterwerkzeug die korrekte CANopen-Node-ID ein. Überprüfen Sie, ob die Baudrateneinstellung korrekt konfiguriert ist (standardmäßig automatische Erkennung). Bringen Sie die Abdeckung wieder an.
3
Bus- und I/O-Anschlüsse: Verbinden Sie die M12-Feldbusleitungen mit den integrierten T-Anschlussbuchsen. Ziehen Sie die gerändelten Metallüberwurfmuttern handfest an (empfohlenes Drehmoment: 0,6 Nm), um den Schutz vor Umwelteinflüssen zu gewährleisten.
4
Stromversorgung: Schließen Sie die eingehende 4-polige M8-Zuleitung an. Wenn mehrere Boxen in Reihe geschaltet sind, führen Sie die Verbindung vom nachgeschalteten M8-Buchsenstecker zum nächsten Gerät weiter.