Beschreibung
Die dezentrale Signalerfassung in der Fertigung wird effizient von der Beckhoff IP2310-B310 Fieldbus Box übernommen. Dieses robuste dezentrale I/O-Modul integriert 4 digitale Eingänge und 4 digitale Ausgänge direkt in ein schnelles PROFIBUS-DP-Netzwerk, ohne dass ein IP20-Schutzgehäuse erforderlich ist. Das für die direkte Maschinenmontage ausgelegte Gerät verarbeitet schnelle digitale Signale mit einer Filterkonstante von 0,2 ms und bietet gleichzeitig hohen Schutz vor Umgebungsfeuchtigkeit und Partikeln. Die Beckhoff IP2310-B310 ermöglicht es Ingenieuren, den Platzbedarf im Schaltschrank zu minimieren und die Verdrahtungskomplexität auf Feldebene deutlich zu reduzieren, indem die Steuerschnittstellen direkt an der mechanischen Struktur montiert werden.
Funktionen
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PROFIBUS-DP-Schnittstelle: Leistungsfähige Feldbuskopplung mit automatischer Baudratenerkennung bis zu 12 Mbaud.
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Optimierte I/O-Dichte: Ausgestattet mit 4 digitalen Eingängen (24 V DC) und 4 digitalen Ausgängen (24 V DC, 0,5 A kurzschlussgeschützt).
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Direkte Maschinenintegration: Das Gehäuse mit Schutzart IP67 schützt die internen Komponenten vor Wasserstrahlen, Staub und Partikelverunreinigungen.
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Kompakte M8-Anschlüsse: Direkte physische Verbindung für Industriesensoren und Aktoren mit kompakten runden M8-Steckverbindern (Durchmesser 8 mm).
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Statusdiagnose: Dedizierte LED-Anzeigen zeigen den Feldbusstatus, den Status der Stromversorgung und die Aktivität der einzelnen Kanäle an.
Anwendungen
- Automobilmontagelinien und robotergestützte Schweißzellen, die eine dezentrale Logik an der Werkzeugspitze erfordern.
- Förder- und Materialtransportnetzwerke mit weit verteilten Näherungssensoren und Pneumatikmagnetventilen.
- Lebensmittelverarbeitungs- und Verpackungsmaschinen, die häufigen Nassreinigungen ausgesetzt sind.
Technische Daten
| Parameter |
Spezifikation |
| Hersteller |
BECKHOFF |
| Modellcode |
IP2310-B310 |
| Feldbussystem |
PROFIBUS DP |
| Digitale Eingänge |
4 x 24 V DC (Filter: 0,2 ms) |
| Digitale Ausgänge |
4 x 24 V DC (0,5 A pro Kanal, kurzschlussfest) |
| Steuerspannung |
24 V DC (-15 % / +20 %) |
| Sensorversorgungsstrom |
Max. 0,5 A insgesamt für alle Sensoren |
| I/O-Anschlussart |
M8-Schraub-/Schnappsteckverbinder (Durchmesser 8 mm) |
| Betriebstemperatur |
0 °C bis +55 °C |
| Lagertemperatur |
-25 °C bis +85 °C |
| Schutzart |
IP67 |
| Ursprungsland |
Deutschland |
| Versandgewicht (berechnet) |
2,0 kg |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Pin des M8-Steckers |
Funktion des Eingangsports |
Funktion des Ausgangsports |
| Pin 1 |
+24 V DC-Sensorversorgung |
Nicht angeschlossen / Reserve |
| Pin 3 |
GND (0 V) |
GND (0 V) |
| Pin 4 |
Eingangssignal (Kanal 1–4) |
Ausgangssignal (Kanal 1–4) |
Erfahrungsbasierte technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Bei der Migration älterer Systeme ist zu beachten, dass der IP2310-B310 das Standardprotokoll PROFIBUS DP verwendet und auf spezifische GSD-Dateien angewiesen ist (typischerweise I2310B31.gsd) während der SPS-Hardwarekonfiguration. Wenn Sie dieses Modul durch neuere EtherCAT-basierte Optionen wie den EP2318-0001 ersetzen, sind Änderungen an der Konfiguration des Master-Controllers und an der physischen Verkabelungsinfrastruktur zwingend erforderlich.
Anwendungsfehler und technische Hinweise
Obwohl die Ausgangskanäle kurzschlussgeschützt und jeweils für 0,5 A ausgelegt sind, darf der gesamte kombinierte Strom der Sensoreinspeisungen des Moduls 0,5 A nicht überschreiten. Der Einsatz mehrerer Lichtschranken mit hohem Strombedarf ohne zusätzliche externe Verteilerklemmen löst die internen Thermosicherungen aus. Stellen Sie beim Ansteuern pneumatischer Magnetventile mit hoher Induktivität eine externe Unterdrückung induktiver Lasten (z. B. Freilaufdioden) bereit, um eine vorzeitige Verschlechterung der Halbleiter-Ausgangsschaltung zu verhindern.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Für eine zuverlässige PROFIBUS-Kommunikation bei Übertragungsraten über 1,5 Mbaud müssen beide physikalischen Enden des PROFIBUS-Segments ordnungsgemäß mit aktiven 220-Ohm-Abschlusswiderständen mit Pull-up-Funktion terminiert werden. Halten Sie die Standard-M8-Sensorleitungen unter 3 Metern, um induktive Kopplung und hochfrequente Störeinflüsse durch benachbarte Kabel von Frequenzumrichtern (VFD) zu vermeiden.
Installationsrichtlinien
WICHTIGER SICHERHEITSHINWEIS
Vor Beginn der mechanischen Montage, Verdrahtung oder Wartung am PROFIBUS-Netzwerk müssen alle elektrischen Stromversorgungen abgeschaltet und freigeschaltet werden. Trennen Sie sowohl die Steuerspannung (Us) als auch die Versorgungsspannung der Peripherielasten (Up). Eine fehlende Spannungsfreischaltung kann zu einer unbeabsichtigten Betätigung von Aktoren oder zu erheblichen Kommunikationsausfällen durch transiente Erdschleifen führen.
1
Positionieren Sie das Modul flach an einer sauberen, vibrationsbeständigen Maschinenrahmenkonstruktion. Ziehen Sie beide Befestigungsschrauben (Größe M4) mit einem geeigneten Anzugsdrehmoment von 1,2 Nm fest, um eine zuverlässige Erdung zu gewährleisten.
2
Schließen Sie die ankommenden PROFIBUS- und lokalen Stromversorgungskabel an. Vergewissern Sie sich, dass alle nicht verwendeten M12- und M8-Anschlussbuchsen mit offiziellen IP67-Schutzkappen verschlossen sind, um das Eindringen von Feuchtigkeit aus der Umgebung zu verhindern.
3
Stellen Sie die Drehschalter für die Hardware-Adresse an der Vorderseite des Moduls so ein, dass sie exakt mit der zugewiesenen Knotenadresse übereinstimmen, die in Ihrem zentralen SPS-Hardwarekonfigurationstool konfiguriert ist.