Produktübersicht
Das Bently Nevada 3500/40M-01-00 ist ein vierkanaliges Proximitor-Überwachungsgerät für das Maschinenschutzsystem 3500. Seine Hauptfunktion besteht darin, Signale von Näherungssensoren zu verarbeiten und einen kontinuierlichen Maschinenschutz in Echtzeit bereitzustellen. Es misst insbesondere Radialschwingungen, die Exzentrizität der Welle und die axiale Schubposition. Durch den Vergleich dieser verarbeiteten Signale mit benutzerprogrammierbaren Alarmsollwerten kann das Überwachungsgerät eine Maschinenschutzfreigabe auslösen und bei Überschreitung kritischer Schwellenwerte eine Notabschaltung einleiten.
Diese „M“-Version (Proximitor-Überwachungsgerät) ist Teil der 3500/40-Serie und mit dem E/A-Modultyp 01 konfiguriert, der interne Anschlüsse festlegt. Dieses Design ist für Installationen mit hoher Packungsdichte vorgesehen, bei denen die Feldverdrahtung direkt an die Rückwandplatine des 3500-Racks angeschlossen wird. Das Modul belegt einen Steckplatz im 3500-Rack und kommuniziert mit der transienten Datenschnittstelle (TDI) 3500/22M für erweiterte Diagnosen und Datenerfassung.
Technische Konfiguration
| Attribut |
Details |
| Modell |
3500/40M-01-00 |
| Marke |
Bently Nevada |
| Produkttyp |
Proximitor-Überwachungsgerät (4 Kanäle) |
| Serie |
3500-System |
| E/A-Modultyp |
01 (interne Anschlüsse) |
| Eingangssignal |
Näherungssensor (Wirbelstrom) |
| Zulassung |
00 (keine) |
| Abmessungen |
24,13 cm x 2,44 cm x 24,18 cm |
| Nettogewicht |
0,91 kg |
| Betriebstemperatur |
-30 °C bis +65 °C (-22 °F bis +150 °F) |
| Leistungsaufnahme |
7,7 Watt (typisch) |
| Herkunft |
Hergestellt in den USA |
| Versandgewicht |
3,0 kg |
Bestellinformationen
Bei der Beschaffung von Komponenten der 3500-Serie ist die Kombination aus Hauptüberwachungsgerät und E/A-Modul entscheidend. Das 3500/40M-01-00 besteht aus:
| Komponente |
Teilenummer |
Beschreibung |
| Hauptmodul |
140734-01 |
Proximitor-Überwachungsmodul 3500/40M |
| E/A-Modul |
125680-01 |
Proximitor-E/A-Modul mit internen Anschlüssen |
Hardwarekonfiguration und Verdrahtung
Das E/A-Modul 01 verfügt über interne Anschlüsse. Die Feldverdrahtung der Proximitor-Sensoren wird an die 10-poligen Klemmenblöcke am E/A-Modul an der Rückseite des Racks angeschlossen.
Verdrahtungsarchitektur:
-
A-B-C-Klemmen: Für die Anschlüsse Stromversorgung (-24 V DC), Signal (SIG) und Masse (COM) für jeden der vier Kanäle.
-
Schirmung: Die Schirmungen der Feldkabel müssen am 3500-Rack angeschlossen werden, um den EMV-Schutz sicherzustellen.
-
Ausgänge des Überwachungsgeräts: Für jeden Kanal am E/A-Modul stehen proportionale 4- bis 20-mA-Gleichstromausgänge zur Anbindung an externe DCS- oder SPS-Systeme zur Verfügung.
Engineering- und Installationshandbuch
Vorsichtsmaßnahmen bei internen Anschlüssen:
Die Option „01“ verwendet interne Anschlüsse. Das bedeutet, dass die Feldverdrahtung direkt mit dem I/O-Modul verbunden wird. Im Gegensatz zu externen Anschlussblöcken (ET) ist dadurch keine Trennung zwischen Rack und Feldverdrahtung im Stil einer „Marshalling“-Lösung möglich. Stellen Sie sicher, dass im Schaltschrank ausreichend Kabelreserve für den Ausbau des Racks während der Wartung vorhanden ist.
Kanalkonfiguration:
Die Kanäle werden paarweise konfiguriert (1 und 2, 3 und 4). Für jedes Paar können unterschiedliche Messarten eingestellt werden (z. B. Kanäle 1 und 2 für Radialschwingungen, Kanäle 3 und 4 für Axialschub). Die Konfiguration muss über die 3500-Rack-Konfigurationssoftware vorgenommen werden.
Stromversorgung und Erdung:
Um die Signalintegrität zu gewährleisten, muss das 3500-System an eine separate Instrumentenerdung angeschlossen sein. Vermeiden Sie gemeinsame Erdungspfade mit Hochspannungsmaschinen oder Frequenzumrichtern. Der Proximitor-Monitor wird über das 3500/15-Netzteil mit Strom versorgt. Stellen Sie sicher, dass das Leistungsbudget des Racks beim Hinzufügen weiterer 3500/40M-Module nicht überschritten wird.
Hot-Swapping:
Das 3500/40M-Modul ist unter den meisten Bedingungen „hot-swap-fähig“. Das Entfernen des Moduls löst jedoch für alle vier Kanäle den Status „Not OK“ aus und kann eine Relaisauslösung einleiten, wenn die Systemlogik auf eine „ODER“-Verknüpfung eingestellt ist. Schalten Sie die zugehörigen Schutzkreise vor dem Ausbau der Hardware immer in den Bypass- oder Wartungsmodus.
FAQ
F: Was ist der Unterschied zwischen dem 3500/40M und dem 3500/42M?
A: Das 3500/40M ist ein spezieller Proximitor-Monitor. Das 3500/42M ist ein „Proximitor/Seismic“-Monitor und vielseitiger, da es Signale sowohl von Näherungssonden als auch von seismischen Aufnehmern (Beschleunigungs- und Geschwindigkeitsaufnehmern) verarbeiten kann.
F: Kann ich diesen Monitor mit 3300 XL Proximitors verwenden?
A: Ja. Das 3500/40M ist mit standardmäßigen 5-mm-, 8-mm- und 11-mm-Näherungssensorsystemen 3300 und 3300 XL kompatibel.
F: Wie behebe ich eine „Not OK“-LED?
A: Der Status „Not OK“ weist auf einen Hardwarefehler oder ein Problem mit der Feldverdrahtung (Unterbrechung oder Kurzschluss) hin. Überprüfen Sie die Gleichspannung am Eingang des I/O-Moduls. Liegt die Spannung zwischen -2 V und -18 V, ist die Messkette wahrscheinlich in Ordnung; der Fehler kann dann in der Modulkonfiguration oder im Modul selbst liegen.
F: Ist die Konfiguration auf dem Modul gespeichert?
A: Nein. Die Konfiguration ist im 3500/22M TDI (Rack-Schnittstellenmodul) gespeichert. Wenn ein neues 3500/40M eingesetzt wird, lädt der TDI automatisch die richtige Konfiguration in das Modul herunter.