Die 990-05-50-02-01 ermöglicht eine kontinuierliche, proportionale lineare Skalierung der Signale von Näherungssonden in eine vereinfachte Zweidraht-Schleifenarchitektur. Dieses kompakte Bauteil wurde für Betreiber industrieller Anlagen entwickelt, die die Überwachung von Maschinen mit hoher Drehzahl optimieren möchten, und wird direkt an standardmäßige Maschinensteuerungsinfrastrukturen angeschlossen, in denen grundlegende Alarmgrenzen und Berechnungen zur Prozessüberwachung durchgeführt werden. Durch die Umwandlung der physischen Wellenbewegung in ein standardisiertes Analogformat schließt es die Lücke zwischen Wirbelstrommessungen auf Feldebene und anlagenweiten Regelschleifen.
Die Einheit besteht aus einer robusten, vollständig vergossenen Vergussmasse und funktioniert sicher bei starker Feuchtigkeit, wechselnden Temperaturen und in der Luft befindlichen industriellen Verunreinigungen. Das System arbeitet in einem einzigen kombinierten Modulgehäuse, wodurch herkömmliche Montageschritte mit mehreren Komponenten entfallen und die erforderliche Gesamtzahl an Hardwarekomponenten in dezentralen Feldgehäusen reduziert wird.
Merkmale
Kombiniertes Signalverarbeitungsgehäuse: Beherbergt die Elektronik zur Näherungsmessung und die Transmitterschaltung in einem gemeinsamen Gehäuse, um die Gesamtzahl der Komponenten zu reduzieren.
Zugriff auf das Rohsignal: Liefert ungefilterte dynamische Diagnosemessungen über einen dedizierten Hochfrequenz-Koaxialanschluss, ohne den primären Schleifenausgang zu verändern.
Potentiometer zur Justierung an der Frontplatte: Enthält voneinander unabhängige, nicht interagierende Nullpunkt- und Spannen-Trimmer, die sicher unter dem Schutzetikett für die Umgebungsbedingungen angeordnet sind und eine unkomplizierte Anpassung der Geräteschleife ermöglichen.
Prüfstift zur Einspeisung eines Schleifenausgangssignals: Verfügt über einen integrierten Prüfpfad, über den externe Frequenzsignale die Funktion der internen Schaltung und die Schleifennachführung überprüfen können.
Logik zur automatischen Alarmunterdrückung: Verwendet ein intelligentes Fehlerverifizierungssystem für den Zustand „Nicht OK“, das den Schleifenstrom schnell unter 3,6 mA absenkt und so verhindert, dass eine Verschlechterung der Feldverdrahtung oder Sondenunterbrechungen Fehlalarme auslösen.
Abdichtung für Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit: Verfügt über eine spezielle interne Vergussmasse, die einen uneingeschränkten Betrieb bei 100 % kondensierender Luftfeuchtigkeit ohne Beeinträchtigung ermöglicht.
Integrierte Schottmontage-Hardware: Werksseitig mit robusten Befestigungsbolzen ausgestattet, die für die direkte Montage an Platten optimiert sind.
Anwendungen
Hochgeschwindigkeits-Kreiselverdichter
Kompakte industrielle Prozesspumpen
Mittlere und kleine elektrische Induktionsmotoren
Industrielle Ventilatoren und Abluftgebläsesysteme
Anlagenweite Netzwerke zur schwingungstechnischen Trendüberwachung auf Asset-Ebene
Bestellinformationen
Element der Teilenummer
Ausgewählter Optionscode
Aufschlüsselung der Hardwareauswahl
Modellnummer
990
Basis-Vibrationsmessumformersystem
A: Messbereichsendwert
05
Bereich von 0 bis 5 Mil Spitze-Spitze (0 bis 125 Mikrometer Spitze-Spitze)
B: Kalibrierte Systemlänge
50
Gesamte Messstrecke des Wegaufnehmers: 5,0 Meter (16,4 Fuß)
C: Art der Hardwaremontage
02
Konfiguration der Befestigungsschrauben für die Schottmontage
D: Zulassungen durch Sicherheitsbehörden
01
Option mit CSA-Zertifizierung für explosionsgefährdete Bereiche der Division 2
Technische Spezifikationen
Hauptkategorie
Geprüfte Details der technischen Parameter
Primärer Eingangspfad
Unterstützt eine einkanalige berührungslose Wirbelstromsonde 3300 NSv und das passende Kabel
Versorgungsspannungsbereich
Eingang von +12 V Gleichspannung bis +35 V Gleichspannung, direkt an den Anschlussklemmen des Messumformers gemessen
Stromschleifensignal
2-Leiter-Konfiguration mit 4 bis 20 mA Gleichstrom proportional zur Spitze-Spitze-Verschiebung
Fehlerzuweisung der Schleife
Innerhalb von ±1,5 % des Endwerts über einen standardmäßigen Überwachungsschleifenwiderstand von 250 Ohm
Abstand zur Zieloberfläche
Mechanischer Installationsabstand zwischen 0,5 und 1,75 mm (20 und 55 Mil)
Impedanzgrenzwerte
Maximaler Schleifenwiderstand von 1.000 Ohm bei voller Eingangsspannung von 35 V Gleichspannung
Überstromschwelle
Intern auf typisch maximal 23 mA begrenzt
Fehlersichere Schleifenreaktion
Der Ausgang fällt innerhalb von 100 Mikrosekunden nach einem Fehler an der Sonde oder Verbindung auf unter 3,6 mA
Fehlerbehebungszeitfenster
Stellt die normale analoge Nachführung innerhalb von 2 bis 3 Sekunden nach Behebung des Fehlers wieder her
Stabilisierung beim Einschalten
Senkt den Ausgang während des anfänglichen Hochfahrens des Systems für 2 bis 3 Sekunden auf unter 3,6 mA
Dynamische Anschlussimpedanz
Kalibrierte Quellimpedanz von 10 kOhm, speziell für eine Prüflast von 10 MOhm konfiguriert
Linearer Messbereich des Sensors
Gesamtmessbereich von 1,4 mm (55 Mil), beginnend 0,25 mm (10 Mil) von der Zieloberfläche entfernt
Leistung des Skalierungsfaktors
7,87 mV/Mikrometer (200 mV/Mil), typische Abweichung ±6,5 %, basierend auf einem Ziel aus AISI-4140-Stahl
Grundrauschpegel
Typischer Rauschpegel: 50 mV Spitze-Spitze
Abweichung durch thermische Drift
Der Skalierungsfaktor bleibt von 0 °C bis +70 °C (+32 °F bis +158 °F) innerhalb von ±10 % des Nennwerts
Frequenzbandbreite
Flacher Frequenzgang von 5 Hz bis 6.000 Hz mit Dämpfungskurven von +0 und −3 dB
Minimale Zielprofilierung
Mindest-Zieldurchmesser der Oberfläche: 9,5 mm (0,375 Zoll)
Grenze für das Diagnosekabel
Maximale physische Kabellänge von 3 Metern (10 Fuß) für die koaxiale BNC-Verbindung
Umgebungsgrenzen des Transmitters
Betrieb: -35 °C bis +85 °C; Lagerung: -52 °C bis +100 °C
Temperatur des Messumformers
Betriebs- und Lagertemperaturbereich von -52 °C bis +177 °C
Hardware-Gewichtsdaten
Transmittereinheit: 0,43 kg (0,9 lbm); Gesamtsystem: typisch 0,82 kg (1,8 lbm)
Gehäusezusammensetzung
Sondenspitze: Polyphenylensulfid (PPS); Gehäuse: Edelstahl AISI 303 oder 304
Produkthersteller
Bently Nevada (ein Unternehmen von Baker Hughes)
Herstellungsland
Vereinigte Staaten von Amerika
Anschlüsse/Schnittstellen
Position der Verdrahtungsanschlüsse
Klemmenbezeichnung des Systems
Klemme E1
Positiver Eingang der Schleifenstromversorgung (+) / 4-bis-20-mA-Anschluss
Klemme E2
Negativer Eingang der Schleifenstromversorgung (-) / 4-bis-20-mA-Anschluss
Klemme E3
Nicht galvanisch getrennter dynamischer Ausgang der Proximitor-Einheit (PROX OUT)
Klemme E4
Nicht galvanisch getrennter gemeinsamer dynamischer Bezug der Proximitor-Einheit (COM)
Koaxialstecker J2
Nach vorn gerichteter BNC-Anschluss für dynamische Signale
Koaxialstecker J3
Eingangsklemme für integrierte Hochleistungs-Näherungssonde
Installationsrichtlinien
Anforderungen an die Kabelauswahl: Verwenden Sie für die primären 4-bis-20-mA-Schleifenleitungen verdrillte, geschirmte Leiter mit 1,0 mm2 (18 AWG). Die Gesamtlänge dieses Feldschleifen-Leitungswegs kann maximal 13 km (8 Meilen) betragen.
Berechnung der Schleifenspannung: Überprüfen Sie, dass die Widerstände der Feldschleife die Formel für die lineare Betriebsgrenze nicht verletzen: RLOOP = 43.5 x (Vps - 12). Überschreitet der Gesamtwiderstand dieses berechnete Maximum, kann der Transmitter keine Übertragung mit dem vollen Messbereich von 20 mA erreichen.
Phasenausrichtung des Diagnoseanschlusses: Beachten Sie, dass das am koaxialen PROX-OUT-Anschluss bereitgestellte dynamische Spannungssignal gegenüber standardmäßigen Bently-Nevada-Instrumentierungssystemen um 180 Grad invertiert ist.
Schutz vor Erdschleifen: Verbinden Sie standardmäßige netzbetriebene oder nicht galvanisch getrennte AC-Diagnosegeräte nicht direkt mit den nicht galvanisch getrennten PROX-OUT-Anschlüssen. Verwenden Sie den Testadapter 122115-01, um die erforderliche galvanische Trennung herzustellen und die Sicherheit der Anlage zu gewährleisten.
Einschränkungen der Gewindekupplung: Stellen Sie sicher, dass die Gehäuse der mechanischen Sonden die absoluten maximalen Profile für den Gewindeeingriff (12 mm für M8x1 und 15 mm für M10x1) nicht überschreiten, um das Risiko eines dauerhaften Verklemmens des Gewindes auszuschließen.
Konformität und Zertifizierungen
Durchsetzung der FCC-Vorschriften: Geprüft gemäß Teil 15 der standardmäßigen FCC-Vorschriften zur Störungsbegrenzung
Industrielle EMV-Leistung: Zertifiziert gemäß EN 61000-6-2, EN 61000-6-4 und der allgemeinen EMV-Richtlinie 2014/30/EU
Richtlinien für explosionsgefährdete Atmosphären: Konform mit der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU und der RoHS-Richtlinie 2011/65/EU
Konformität mit Umweltlebenszyklusanforderungen: Spezifikation zur umweltfreundlichen Nutzungsdauer (EFUP) von 15 Jahren gemäß China RoHS unter SJ/T 11364-2024
Zulassungen für den Einsatz auf See: Zertifiziert gemäß den Kriterien der ABS Rules for Steel Vessels 2009
Nordamerikanische Sicherheitskennzeichnung: cNRTLus-zertifiziert für explosionsgefährdete Bereiche der Klasse I, Division 2, Gruppen A, B, C und D (T5 bei Ta = +85 °C, Typ-4-Klassifizierung)
Internationale ATEX-/IECEx-Klassifizierung:
II 1 G Ex ia IIC T4 Ga (T4-Klassifizierung mit einem Betriebstemperaturbereich Ta von -30 °C bis +85 °C)
II 3 G Ex ec IIC T4 Gc (T4-Klassifizierung mit einem Betriebstemperaturbereich Ta von -30 °C bis +85 °C)
Häufig gestellte Fragen
Welche praktischen Folgen hat die Überschreitung des maximal berechneten Schleifenwiderstands?
Wenn der Leitungswiderstand den durch die Versorgungsspannungsformel festgelegten Grenzwert überschreitet, reicht die elektrische Spannungsreserve des Systems nicht mehr aus. Dadurch wird der Schleifenstrom begrenzt und erreicht bei starken Schwingungsereignissen nicht den Vollbereichswert von 20 mA.
Warum liegt der analoge Schleifenstrom unmittelbar nach dem Einschalten unter 3,6 mA?
Dabei handelt es sich um einen automatisierten Sperrzyklus beim Einschalten, der 2 bis 3 Sekunden dauert. Er hält den Messumformer im Zustand „Nicht OK“, damit sich die internen Schaltkreise stabilisieren können, und verhindert, dass anfängliche elektrische Einschaltspitzen fälschlicherweise als Schwingungsauslösungen interpretiert werden.
Wie behandelt die integrierte Signalunterdrückungslogik ein gebrochenes Verlängerungskabel?
Der Messumformer erkennt den offenen Stromkreis als Zustand „Nicht OK“ und senkt den analogen Schleifenstrom innerhalb von 100 Mikrosekunden sofort auf unter 3,6 mA. Dieser schnelle Abfall signalisiert der angeschlossenen SPS oder dem DCS, dass der Messkanal ausgefallen ist, anstatt ein tatsächliches Ereignis mit übermäßiger Maschinenschwingung zu melden.
Können Standard-Diagnoseinstrumente direkt an die BNC-Buchse angeschlossen werden?
Nur batteriebetriebene oder vollständig potenzialfreie Diagnoseinstrumente dürfen an den nicht isolierten PROX-OUT-Anschluss angeschlossen werden. Geerdete, wechselstrombetriebene Instrumente benötigen den Signalisolationsadapter 122115-01, um Erdschleifen zu verhindern, die Fehlalarme im Schleifennetzwerk auslösen könnten.
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