Der Danfoss 132L6115 ist ein luftgekühlter IC2-30FA1N02-09A6E20F0+ACXX-Frequenzumrichter zur Drehzahlregelung von Wechselstrommotoren über eine einphasige Netzversorgung. Das Gerät moduliert Ausgangsfrequenz und -spannung zur Regelung der Motorleistung, verarbeitet die Eingangsleistung innerhalb eines festgelegten Spannungsbereichs und liefert einen kontinuierlichen Ausgangsstrom an die angeschlossene Last, ohne integrierte dynamische Bremsfunktion.
Technische Zusammenfassung
Der Frequenzumrichter wird über ein einphasiges Wechselstromnetz versorgt und dient zum Antrieb dreiphasiger Asynchron- oder Permanentmagnetmotoren. Er nutzt einen integrierten EMV-Filter der Kategorie C1, um hochfrequente elektromagnetische Störungen entlang der Stromleitungen zu minimieren. Die Kühlung erfolgt durch erzwungene Luftkonvektion über interne Kühlkörper. Das physische Gehäuse entspricht der Schutzart offene Bauart und muss zum Schutz vor Umwelteinflüssen in ein Schutzgehäuse eingebaut werden.
Hardwarespezifikationen
| Parameter |
Spezifikation |
| Hersteller |
Danfoss |
| Artikelnummer |
132L6115 |
| Modellcode |
IC2-30FA1N02-09A6E20F0+ACXX |
| Produktserie |
iC2-30 |
| Kühlmethode |
Luftgekühlt (Konvektion) |
| Phasenzahl des Netzeingangs |
Einphasig (1N) |
| Eingangsspannungsbereich |
200–240 V AC |
| Nennausgangsstrom |
9,6 A |
| Gehäuseschutzart |
IP20 / offene Bauart (E20) |
| EMV-Filterkategorie |
Kategorie C1 (F0) |
| Bremschopper |
Nicht integriert (+ACXX) |
| Nettogewicht |
1,6 kg |
| Bruttoversandgewicht |
3 kg |
Aufschlüsselung der Endungen
Der vollständige Modellcode IC2-30FA1N02-09A6E20F0+ACXX gliedert sich in die folgenden spezifischen funktionalen Blockmodifikatoren:
-
IC2-30: Kennzeichnet die Produktserienplattform iC2-30.
-
FA: Bezeichnet die luftgekühlte Frequenzumrichterkonfiguration.
-
1N: Gibt die Kompatibilität mit einem einphasigen Netzanschluss an.
-
02: Gibt einen Betriebsspannungsbereich des Netzes von 200–240 V AC an.
-
-09A6: Legt den maximalen kontinuierlichen Nennstrom auf 9,6 A fest.
-
E20: Bezeichnet die Schutzart IP20 / eine mechanische Konstruktion offener Bauart.
-
F0: Weist auf einen Funkstörungsfilter (RFI) der Kategorie C1 hin.
-
+ACXX: Bestätigt das Fehlen eines internen Bremschopper-Schaltkreises.
Technische Hinweise
-
Zyklischer Datenaustausch: Stellen Sie sicher, dass alle angeschlossenen industriellen Kommunikationsschnittstellen oder Feldbusverbindungen mit geeigneten Datenwörtern entsprechend dem Firmwareprofil des Geräts zugeordnet sind, um Zeitüberschreitungen beim zyklischen Datenaustausch zu verhindern.
-
Thermomanagement: Das Gerät muss vertikal montiert werden, um die internen Luftströmungskanäle zu optimieren. Die oben und unten am Gerät befindlichen Ansaug- und Abluftöffnungen dürfen nicht blockiert werden.
-
Bremsbeschränkungen: Da diese Variante keinen integrierten Bremschopper (+ACXX) besitzt, kann es während aggressiver Bremsphasen zu einer Überspannungsabschaltung kommen. Die Bremsrampen müssen mit ausreichender Dauer programmiert werden, damit die rückgespeiste Energie innerhalb sicherer Betriebsgrenzen in den Gleichspannungszwischenkreis zurückgeführt werden kann.
Richtlinien für den Einsatz
-
Erdung: Stellen Sie eine niederimpedante elektrische Hochfrequenz-Erdungsverbindung vom Gehäuse des Frequenzumrichters zur Rückwand des zentralen Schaltschranks her. Verwenden Sie für eine optimale EMV-Leistung ein kurzes, geflochtenes Kupfererdungsband.
-
Abschirmung: Motorkabel müssen vollständig abgeschirmt sein. Entfernen Sie die Abschirmung nur an den Anschlusspunkten und verwenden Sie 360-Grad-Erdungsschellen, um die Kabelabschirmung direkt an der Entkopplungsplatte des Umrichters zu befestigen.
-
Kabelführung und Trennung: Halten Sie zwischen Steuer-/Signalkabeln und leistungsstarken Netz-/Motorkabeln einen Mindestabstand von 200 mm ein, um kapazitive Kopplung zu verhindern. Kreuzen Sie Leistungs- und Signalleitungen bei unvermeidbaren Kreuzungen in einem Winkel von 90 Grad.
-
Biegeradius: Halten Sie die Angaben des Kabelherstellers zum Mindestbiegeradius ein – bei festen Installationen typischerweise das 10-Fache des Kabelaußendurchmessers –, um einen Isolationsdurchbruch und eine Beeinträchtigung der Abschirmung zu verhindern.
-
Isolationsintegrität: Überprüfen Sie, ob alle Leistungsklemmenverbindungen mit den angegebenen Nennanzugsdrehmomenten angezogen sind, um lokale Erwärmung und Kontaktverschlechterung zu verhindern. Stellen Sie sicher, dass das IP20-Gehäuse vor leitfähigem Staub und vor in das Endgehäuse tropfenden Flüssigkeiten geschützt ist.