Beschreibung
Die Verarbeitung dezentraler Feldbusdaten innerhalb der Automatisierungsarchitekturen der Delta-AH-Serie wird direkt vom DeviceNet-Master/Slave-Kommunikationsmodul Delta Electronics AH10DNET-5A übernommen. Diese leistungsstarke Netzwerkschnittstelle integriert die physische DeviceNet-Konnektivität direkt in die SPS-Backplane der AH-Serie und ermöglicht eine zuverlässige Steuerung verteilter I/O-Blöcke, drehzahlgeregelter Antriebe und industrieller Instrumente von Drittanbietern. Dank der Hot-Swapping-Unterstützung minimiert das Modul Produktionsausfallzeiten während Wartungs- oder Erweiterungsarbeiten.
Funktionen
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Flexibilität durch zwei Betriebsmodi: Lässt sich per Softwarekonfiguration einfach zwischen Master- und Slave-Konfiguration umschalten.
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Unterstützung zahlreicher Netzwerkknoten: Verbindet im Master-Modus bis zu 63 entfernte Slave-Stationen.
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Hoher Datendurchsatz: Bietet eine leistungsstarke Remote-I/O-(RIO-)Kapazität von bis zu 490 Wörtern für Eingangs- und Ausgangsregister.
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Hot-Swapping im laufenden Betrieb: Ermöglicht den Austausch des Moduls, ohne den Betrieb des Haupt-PLC-Racks zu unterbrechen oder es spannungsfrei zu schalten.
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Integrierte Diagnose: Dedizierte LED-Anzeigen für den Modul- und Netzwerkstatus ermöglichen eine sofortige visuelle Fehlerisolierung und Überprüfung des Netzwerkstatus.
Anwendungen
- Dezentrale Fertigungslinien, die eine lokale Remote-I/O-Abfrage erfordern.
- Mehr-Achs-Förder- und Sortiersysteme mit integrierten Frequenzumrichtern.
- Prozesssteuerungsanlagen mit DeviceNet-Sensoren und -Aktoren verschiedener Hersteller.
- Verpackungsmaschinen, die Hot-Swapping-Funktionen für hochverfügbare Module erfordern.
Technische Spezifikationen
| Parameter |
Spezifikation |
| Hersteller |
Delta Electronics |
| Modellnummer |
AH10DNET-5A |
| Serie |
AH-Serie |
| Modultyp |
DeviceNet-Kommunikationsmodul |
| Interner Stromverbrauch |
0.9 W |
| Externer Stromverbrauch |
0.72 W |
| Kommunikationsgeschwindigkeit |
Unterstützt bis zu 1 Mbit/s |
| Maximale Knotenanzahl (Master) |
63 Slave-Stationen |
| RIO-Kapazität (Master-Modus) |
490 Wörter EIN / AUS |
| Hot-Swapping-Unterstützung |
Ja |
| Diagnose |
Integrierte Status-LEDs (Modul- / Netzwerkstatus) |
| Versandgewicht (berechnet) |
2.0 kg |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Klemme / Pin |
Signalzuordnung |
Standard-Farbcode |
| Pin 1 |
V- (Power Negative) |
Schwarz |
| Pin 2 |
CAN_L (Signal Low) |
Blau |
| Pin 3 |
Schirm (Drain / Masse) |
Blank / Silber |
| Pin 4 |
CAN_H (Signal High) |
Weiß |
| Pin 5 |
V+ (positive Stromversorgung) |
Rot |
Empirische technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Der AH10DNET-5A ist ausschließlich mit Rack-Architekturen der Delta-AH-Serie (z. B. dem AH500-CPU-System) kompatibel. Er kann nicht in Rückwandplatinen der DVP- oder AS-Serie integriert werden. Bei der Integration in ältere DeviceNet-Netzwerke müssen Sie überprüfen, ob die EDS-Dateien (Electronic Data Sheets) mit der auf dem Gehäuse Ihrer Hardware angegebenen Firmwareversion übereinstimmen, um Adressierungsfehler bei der Softwarezuordnung zu vermeiden.
Anwendungsfallen und technische Hinweise
Ein häufig vor Ort auftretendes Problem ist der Spannungsabfall über lange Stichleitungen. Während das Modul intern 0,9 W von der Rückwandplatine bezieht, benötigt der externe Transceiverkreis 0,72 W vom externen 24-V-Gleichstrombus. Wenn die Netzspannung am entferntesten Knoten unter 11 V Gleichspannung fällt, kommt es zu Kommunikations-Timeouts. Verwenden Sie für lange Netzwerkstrecken stets separate, galvanisch getrennte Hilfsstromabgriffe.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Stellen Sie sicher, dass Abschlusswiderstände mit 121 Ohm und 1/4 W an beiden physischen Endpunkten der Stichleitung parallel zwischen CAN_H (Pin 4) und CAN_L (Pin 2) verdrahtet sind. Verlassen Sie sich nicht auf interne Software-Abschlüsse, da Reflexionen die Signalintegrität beeinträchtigen. Überprüfen Sie vor der Aktivierung des Masterbetriebs, dass alle Knotenadressen (MAC-IDs) eindeutig sind.
Installationsrichtlinien
KRITISCHE WARNUNG:
Stellen Sie sicher, dass alle Hauptstromversorgungen der SPS-Rückwandplatine und der externen Netzwerk-Transceiver vollständig spannungsfrei sind, bevor Sie das Modul handhaben oder verdrahten. Obwohl die Hardware Hot-Swapping unterstützt, besteht beim Anschließen spannungsführender Klemmenblöcke die Gefahr statischer Lichtbögen, die interne Optokoppler beschädigen können.
1
Schieben Sie das Modul auf die Steckplätze der AH-Serien-Rückwandplatine, bis die Entriegelungslaschen sicher einrasten.
2
Sichern Sie den offenen 5-poligen Stecker, indem Sie die Befestigungsschrauben festziehen, und halten Sie dabei die standardmäßige Farbcodierung ein (Schwarz, Blau, Schirm, Weiß, Rot).
3
Schalten Sie die Systemspannung ein und überprüfen Sie, ob die LEDs an der Frontseite vor dem Aufbau der Master-Kommunikation die Selbsttestdiagnose durchlaufen.