Produktübersicht
Das IC200ALG620 (IC200-ALG-620) ist ein hochpräzises analoges 4-Kanal-Eingangsmodul, das speziell für Widerstandstemperaturfühler (RTD) entwickelt wurde. Als Teil der GE-VersaMax-I/O-Familie ermöglicht dieses Modul den direkten Anschluss von Temperatursensoren, ohne dass externe Signalwandler erforderlich sind. Es unterstützt eine große Auswahl an RTD-Typen, darunter Platin-, Nickel- und Kupfersensoren sowie Widerstandseingänge. Mit seiner 16-Bit-Auflösung ist das IC200ALG620 eine wichtige Komponente für die hochgenaue Temperaturüberwachung in Klimaregelungssystemen, chemischen Reaktoren und Pasteurisierungsanlagen der Lebensmittelverarbeitung. Sein kompaktes, modulares Design ermöglicht eine dezentrale Platzierung und reduziert kostspielige Spezialverkabelungen, indem Temperaturdaten direkt an der Quelle digitalisiert werden.
Technische Konfiguration
Das Modul unterstützt 2-, 3- und 4-Leiter-RTD-Konfigurationen und bietet dadurch maximale Flexibilität für unterschiedliche Anforderungen an die Leitungswiderstandskompensation. Es verfügt über einen 16-Bit-A/D-Wandler mit außergewöhnlich hoher Auflösung, sodass die Steuerung kleinste Temperaturänderungen erkennen kann. Die VersaMax-Architektur ermöglicht die Unterbringung der Elektronik auf einer separat erhältlichen Anschlussbasis, die eine „Permanentverdrahtung“ unterstützt – das Modul kann ausgetauscht werden, ohne die Sensorfeldverdrahtung zu unterbrechen. Das IC200ALG620 verfügt über eine interne Diagnose zur kanalweisen Erkennung von „Leitungsunterbrechungen“ oder „Kurzschlüssen“ sowie über frontseitige LED-Anzeigen für den Status „OK“ und „Benutzerspannung“.
Technische Daten
| Attribut |
Spezifikation |
| Modell |
IC200ALG620 |
| Marke |
GE Fanuc / Emerson |
| Serie |
VersaMax Analog-I/O |
| Eingangstyp |
RTD (Pt, Ni, Cu) / Widerstand |
| Anzahl der Kanäle |
4 |
| Auflösung |
16 Bit |
| RTD-Typen |
Pt100, Pt200, Pt500, Pt1000, Ni100, Ni120, Cu10 |
| Widerstandsbereich |
0 bis 500 Ohm / 0 bis 3000 Ohm |
| Genauigkeit |
+/- 0,1 % bis 0,5 % (je nach Sensortyp) |
| Aktualisierungsrate |
20 ms bis 80 ms pro Kanal (konfigurierbar) |
| Externe Spannungsversorgung |
24 VDC (+/- 15 %) |
| Gewicht |
ca. 0,13 kg |
Technische FAQs
Unterstützt dieses Modul sowohl Celsius als auch Fahrenheit?
Das Modul gibt die Daten in Zählimpulsen oder Zehntelgrad aus. Die Umrechnung in Celsius oder Fahrenheit erfolgt normalerweise in der SPS-Hardwarekonfiguration (Proficy Machine Edition) oder über einen Skalierungsbaustein im Steuerungsprogramm.
Welchen Vorteil bietet eine 3- oder 4-Leiter-Verdrahtung?
Bei 2-Leiter-Konfigurationen können durch den Widerstand der Leitungen verursachte Fehler auftreten. Eine 3-Leiter-Verdrahtung (der Industriestandard) kompensiert den Leitungswiderstand, während eine 4-Leiter-Verdrahtung die höchste Präzision bietet, da die Auswirkungen des Leitungswiderstands auf die Messung vollständig eliminiert werden.
Kann ich verschiedene RTD-Typen am selben Modul kombinieren?
Ja. Über die Softwarekonfiguration kann jeder der vier Kanäle unabhängig auf einen anderen RTD-Typ eingestellt werden (z. B. Kanal 1 als Pt100 und Kanal 2 als 0- bis 500-Ohm-Widerstandseingang).
Leitfaden für Engineering und Installation
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Auswahl der Anschlussbasis: Dieses Modul erfordert eine Anschlussbasis wie die IC200TBT002 (Barrier-Ausführung) oder IC200TBP002 (Federklemmenausführung). Stellen Sie sicher, dass die Basis korrekt auf die Position „Analog“ codiert ist, um ein falsches Einsetzen des Moduls zu verhindern.
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Kompensation des Leitungswiderstands: Bei 3- und 4-Leiter-Installationen müssen alle Leitungen denselben Querschnitt und dieselbe Länge aufweisen. Deutliche Unterschiede im Leitungswiderstand zwischen den „Erreger-“ und „Messleitungen“ können einen Temperaturversatz verursachen, den das Modul nicht automatisch ausgleichen kann.
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Abschirmung für Niederspannungssignale: RTD-Signale liegen im Millivoltbereich und reagieren sehr empfindlich auf Störungen. Verwenden Sie immer ein abgeschirmtes Twisted-Pair-Kabel. Schließen Sie die Abschirmung an der Masse der SPS-Anschlussbasis an und erden Sie sie niemals am Sensorende, um Erdschleifen zu vermeiden, die zu einem „Signaldriften“ führen könnten.