Beschreibung
Die Verwaltung komplexer Logik und die Hochgeschwindigkeitsautomatisierung von Geräten sind die Kernfunktionen der Mitsubishi Electric FX5U-32MR/DS, einer leistungsstarken Zentralprozessoreinheit der MELSEC-iQ-Familie. Diese kompakte Steuerung kombiniert fortschrittliche Verarbeitungsfähigkeiten mit integrierten analogen und seriellen Schnittstellen und ist damit eine effiziente Lösung für eigenständige Maschinen und verteilte Steuerungstopologien. Mit einem Gleichstromeingang und einer hybriden Anordnung aus Sink-/Source-Eingängen und robusten Relaisausgängen bietet dieses Gerät eine außergewöhnliche Betriebssicherheit in anspruchsvollen industriellen Umgebungen.
Hauptmerkmale
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Hohe Ausführungsgeschwindigkeit: Integrierte Programmausführungsgeschwindigkeiten von bis zu 34 Nanosekunden pro grundlegender Anweisung.
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Integrierte E/A-Konfiguration: Ausgestattet mit 16 digitalen Eingängen (24 VDC, Sink/Source) und 16 digitalen Relaisausgängen.
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Integrierte Analogkanäle: Verfügt über 2-kanalige Analogeingänge (0 bis 10 VDC) und einen 1-kanaligen Analogausgang (0 bis 10 VDC) zur lokalen Steuerung von Sensoren und Aktoren.
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Industrielle Kommunikation: Integrierter Ethernet-Anschluss für die Netzwerkkonfiguration sowie ein RS-485-Anschluss für serielle Mehrpunktkonfigurationen.
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Datenmanagement: Integrierter SD-Speicherkartensteckplatz für nahtlose Datenprotokollierung, Programmübertragung und Sicherungsroutinen.
Anwendungen
- Präzisionsmaschinen für Verpackung und Abfüllung mit mehreren Achsen.
- Wasseraufbereitungsanlagen, Telemetrie und Pumpensteuerungen.
- Automatisierte Sortiersysteme und Synchronisierung von Förderlinien.
- Eingekapselte HVAC-Systemmanagement- und Reinraumsteuerungseinheiten.
Technische Daten
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellnummer |
FX5U-32MR/DS |
| Produktfamilie |
MELSEC iQ-F-Serie |
| Versorgungsspannung |
24 VDC (+20 %, -15 %) |
| Leistungsaufnahme |
30 W |
| Digitale Eingänge |
16 Punkte (24 VDC, Sink/Source wählbar) |
| Digitale Ausgänge |
16 Punkte (Relaisausgänge, 2 A pro Punkt) |
| Integrierte Analogeingänge |
2 Kanäle (0 bis 10 VDC, 12-Bit-Umwandlung) |
| Integrierter Analogausgang |
1 Kanal (0 bis 10 VDC, 12-Bit-Umwandlung) |
| Kommunikationsschnittstellen |
1x Ethernet (100Base-TX/10Base-T), 1x RS-485 |
| Betriebstemperatur |
0 bis 55 °C |
| Programmiersoftware |
GX Works3 |
| Versandgewicht (berechnet) |
0,70 kg (1,54 lbs) |
| Packungsabmessungen (berechnet) |
150 mm x 110 mm x 100 mm |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Bezeichnung des Klemmenblocks |
Signal-/Schaltungszuordnung |
| L+ / M |
Primärer 24-VDC-Stromeingang und gemeinsamer Masseanschluss |
| S/S |
Gemeinsamer Anschluss für wählbaren Sink-/Source-Eingang |
| X000 bis X017 |
Digitale 24-VDC-Eingänge (16 Punkte) |
| COM0 bis COM3 |
Gemeinsame Klemmen für Relaisausgangsgruppen |
| Y000 bis Y017 |
Digitale Relaisausgänge (16 Punkte, max. 2 A/Punkt) |
Alternative Modelle und Kompatibilität
Die FX5U-32MR/DS verwendet einen 24-VDC-Betriebsstromeingang und unterscheidet sich damit vom standardmäßigen, AC-betriebenen Modell FX5U-32MR/ES. Prüfen Sie beim Aufrüsten bestehender Legacy-Installationen des Typs FX3U-32MR/DS die Unterschiede bei den Außenabmessungen und stellen Sie sicher, dass das Legacy-Systemprojekt in GX Works3 konvertiert wird, damit es den Hochgeschwindigkeitsausführungsprofilen und direkten Klemmenkonfigurationen der iQ-F-Architektur entspricht.
Anwendungsfallstricke und technische Hinweise
Die integrierten Analogeingangskanäle (0 bis 10 VDC) reagieren äußerst empfindlich auf elektromagnetische Störungen. Es ist entscheidend, analoge Signalkabel vollständig getrennt von Wechselstrom-Motorleitungen mit hoher Stromstärke oder VFD-Kabeln zu verlegen. Verwenden Sie für analoge Leitungen stets verdrillte, doppelt geschirmte Kupferleitungen und erden Sie die Schirmfolie ausschließlich am zentralen Massepunkt des Schaltschranks, um niederfrequente Erdschleifen zu verhindern, die Signalumwandlungen verfälschen können.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Die Senken- oder Quellenlogik der Digitaleingänge wird durch die Klemme S/S bestimmt. Für eine standardmäßige NPN-/Sink-Konfiguration verbinden Sie die Klemme S/S direkt mit der +24-V-Versorgung. Für eine PNP-/Source-Konfiguration verbinden Sie die Klemme S/S mit dem 0-V-Potenzial. Stellen Sie sicher, dass alle Schraubklemmenverbindungen mit einem Drehmoment von 0,5 bis 0,8 N-m angezogen werden, um einen sicheren elektrischen Kontakt zu gewährleisten, ohne die Unversehrtheit der Klemmen zu beeinträchtigen.
Installationsrichtlinien
KRITISCHE WARNUNG: Vor der Montage, Verdrahtung oder Durchführung von Wartungsarbeiten an der CPU müssen alle Stromkreise vollständig physisch getrennt und spannungsfrei geschaltet werden. Verwenden Sie stets ein kalibriertes Digitalmultimeter, um die vollständige Spannungsfreiheit an den Klemmenblöcken zu bestätigen. Eine unzureichende Trennung der Eingangsspannung kann zur dauerhaften Zerstörung des Prozessors, zu Lichtbogenbildung an den Klemmen oder zu schweren, lebensgefährlichen Verletzungen führen.
1
Montieren Sie das CPU-Modul sicher auf einer standardmäßigen symmetrischen 35-mm-DIN-Schiene in einem schützenden Metallgehäuse mit Schutzart IP54, um das Eindringen von Partikeln aus der Umgebung zu verhindern.
2
Stellen Sie eine niederohmige Verbindung von der SG-Klemme direkt zu einem dedizierten Steuerungs-Massepunkt mit einem Leiterquerschnitt von mindestens 2,0 mm2 her.
3
Schließen Sie die Feldverdrahtung mit sauberen, aufzupressenden isolierten Aderendhülsen ab, bevor Sie die Verbindungen an den abnehmbaren Klemmenblöcken festklemmen.