Beschreibung
Mit seiner hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit optimiert der Mitsubishi Electric L06CPU-P kompakte Steuerungsarchitekturen und dient als leistungsfähige zentrale Verarbeitungseinheit innerhalb der rackfreien MELSEC L-Serie. Diese Steuerung integriert digitale Eingänge und Ausgänge direkt im CPU-Gehäuse, die speziell für die PNP-Schaltlogik (Source) konfiguriert sind. Mit einer Programmspeicherkapazität von 240K Bytes (etwa 60K Schritte) bewältigt sie anspruchsvolle Steuerungsaufgaben und bietet integrierte Ethernet-, USB- und SD/SDHC-Kartenschnittstellen. Das Modul beseitigt die räumlichen Einschränkungen herkömmlicher Rückwände, wird direkt an einer Standard-DIN-Schiene montiert und über seitliche Bus-Steckverbinder für modulare Erweiterungen angeschlossen.
Funktionen
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PNP-Ausgangskonfiguration: Integrierter E/A-Block mit 24 Punkten, bestehend aus 16 digitalen Eingängen und 8 Transistorausgängen mit Source- (PNP-)Logik.
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Integrierte Kommunikation: Dedizierter RJ45-Ethernet-Anschluss mit Unterstützung für MC Protocol und Modbus/TCP, ergänzt durch einen Mini-USB-Anschluss zur Programmierung.
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Flexible Datenspeicherung: Integrierter SD/SDHC-Speicherkartensteckplatz für Datenprotokollierung, Firmware-Updates und umfassende Parametersicherung.
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Hochgeschwindigkeitsverarbeitung: Erreicht grundlegende Ausführungszeiten von 9.5 ns für Sequenzanweisungen und gewährleistet dadurch schnelle Programmscans.
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Modulares Design ohne Rack: Die direkte Montage auf einer DIN-Schiene mit seitlicher Steckverbinderkopplung vereinfacht die Schaltschrankplanung.
Anwendungen
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Verpackungsmaschinen: Ausführung von Registrierungssteuerungen, Hochgeschwindigkeitszählungen und Positionierungsprofilen auf kompakten Verpackungslinien.
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Förder- und Materialhandhabung: Lokale Steuerungen für Routing, Sortierung und Hubvorrichtungen mit integrierten PNP-Sensornetzwerken.
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Wasseraufbereitungs-Subsysteme: Eigenständige Pumpenstationssteuerungen, die native Ethernet-Kommunikation und eine kompakte Bauweise erfordern.
Technische Daten
| Parameter |
Wert |
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellnummer |
L06CPU-P |
| Steuerungsserie |
MELSEC L-Serie |
| Programmspeicher |
240K Bytes (60K Schritte) |
| Standard-RAM |
768K Bytes |
| Standard-ROM |
1024K Bytes |
| Integrierte E/A-Punkte |
Insgesamt 24 Punkte (16 Eingänge / 8 Ausgänge) |
| Logik der Ausgangsschaltung |
Transistor (Source / PNP) |
| Grundlegende Verarbeitungsgeschwindigkeit |
9.5 ns (LD-Anweisung) |
| Interne Stromaufnahme (5 VDC) |
0.65 A |
| Betriebstemperaturbereich |
0 bis 55 degC |
| Versandgewicht (berechnet) |
3.0 kg (mit Schutzverpackung) |
| Abmessungen des Geräts |
90 mm x 28.5 mm x 95 mm |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Schnittstelle / Verbindung |
Technische Zuordnung |
| RJ45-Ethernet-Anschluss |
10BASE-T/100BASE-TX-Kommunikation (MC-Protokoll, TCP/IP, UDP) |
| USB-Anschluss |
Mini-B-Buchse für die GX Works2-Programmierverbindung mit hoher Geschwindigkeit |
| Integrierter E/A-Steckverbinder |
40-poliger High-Density-Steckverbinder für die Verdrahtung digitaler 24-VDC-PNP-Ein-/Ausgänge |
| SD-Kartensteckplatz |
Unterstützt standardmäßige SD- und SDHC-Speicherkarten mit bis zu 32 GB |
Alternative Modelle und Kompatibilität
Die L06CPU-P ist das Pendant zur standardmäßigen L06CPU, die auf Sink- (NPN-) Transistorausgängen basiert. Der Austausch des einen Modells durch das andere erfordert eine sorgfältige Überprüfung der Verdrahtung und Polarität der Feldsensoren. Wenn Sie Programmparameter skalieren oder größere Datentabellen benötigen, sollten Sie eine Migration zur L26CPU-P in Betracht ziehen. Diese verdoppelt die Schrittverarbeitungskapazität und bleibt vollständig mit denselben seitlichen Erweiterungsbusmodulen kompatibel.
Typische Anwendungsfehler und technische Hinweise
Bei Verwendung der integrierten Hochgeschwindigkeitszähler im E/A-Block dürfen die Signal-Anstiegs- und -Abfallzeiten den konfigurierten Ansprechfilter nicht überschreiten. Starke elektrische Störungen in der Nähe der E/A-Kabel können zu Fehlzählungen führen. Verlegen Sie E/A-Leitungen stets getrennt von Hochspannungs-AC-Kabeln. In vollständig geschlossenen Schaltschränken mit eingeschränkter Luftzirkulation kann kontinuierliches Hochgeschwindigkeitsschalten über alle 8 Ausgangskanäle gleichzeitig die Modultemperatur erhöhen. Stellen Sie sicher, dass die Umgebungstemperatur im Schaltschrank unter 55 degC bleibt.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Um über Ethernet mit der CPU zu kommunizieren, muss sich der Programmierlaptop im selben Subnetz wie die standardmäßige CPU-IP-Adresse befinden. Alternativ können Sie das Direktverbindungs-Suchtool in GX Works2 verwenden. Beim Anschließen des 40-poligen E/A-Steckverbinders muss eine separate, geregelte externe 24-VDC-Stromversorgung an die vorgesehenen gemeinsamen Anschlüsse angeschlossen werden, um die Backplane-Logik der CPU von möglichen Kurzschlüssen in der Feldverdrahtung zu isolieren.
Installationsrichtlinien
WICHTIGER WARNHINWEIS: Stellen Sie sicher, dass alle dem Bedienfeld zugeführten externen AC- und DC-Stromversorgungen vollständig spannungsfrei sind, bevor Sie das CPU-Modul montieren, entfernen oder verdrahten. Wird die Stromversorgung nicht getrennt, kann dies zu sofortigen und dauerhaften Schäden an der internen ASIC-Kommunikationsebene der CPU führen und die persönliche Sicherheit gefährden.
1
Richten Sie das CPU-Modul an der standardmäßigen 35-mm-DIN-Schiene aus und drücken Sie die Einheit fest an, bis die untere Verriegelungslasche einrastet.
2
Schieben Sie die Abdeckung des Erweiterungsbus-Steckverbinders seitlich und schließen Sie das benachbarte Stromversorgungsmodul oder die Erweiterungseinheit an. Stellen Sie sicher, dass die Verriegelungen des Steckverbinders vollständig einrasten.
3
Verbinden Sie den Funktionserdeanschluss des angrenzenden Stromversorgungsmoduls über einen kurzen Leiter mit niedriger Impedanz mit der zentralen Erdungsschiene des Schaltschranks.