Beschreibung
Für die leistungsstarke Mehrachsensynchronisation entwickelt, bietet der Mitsubishi Electric LD77MS16 erweiterte Bewegungssteuerungsfunktionen, die direkt in die SPS-Plattform der MELSEC L-Serie integriert sind. Dieses Modul steuert bis zu 16 Achsen über eine schnelle Glasfaserkommunikation, reduziert den Verdrahtungsaufwand und gewährleistet gleichzeitig eine hohe Unempfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Störungen in Industrieumgebungen. Es eignet sich ideal für Anwendungen, die synchronisierte Geschwindigkeit, Positionierung und komplexe elektronische Nockenprofile erfordern, und dient als zentrale Einheit für komplexe Bewegungsabläufe in kompakten Automatisierungssystemen.
Merkmale
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Steuerungskapazität für 16 Achsen: Direkte Steuerung von bis zu 16 Servoachsen über einen einzigen optischen Netzwerk-Ring.
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SSCNET-III/H-Integration: Die Hochgeschwindigkeitskommunikation über ein optisches Netzwerk reduziert Signallaufzeiten und eliminiert elektromagnetische Störungen.
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Erweiterte Synchronsteuerung: Unterstützt elektronische Getriebe, elektronische Wellen, elektronische Nocken und Optionen für Hilfswellen.
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Interpolationsfunktionen: Mehrachsige Koordination einschließlich linearer Interpolation (bis zu 4 Achsen), Kreisinterpolation (2 Achsen) und helikaler Interpolation (3 Achsen).
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Markenerkennung: Hochgeschwindigkeitseingänge ermöglichen die sofortige Erfassung von Druckmarken und gewährleisten eine präzise Positionierung.
Anwendungen
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Verpackungsmaschinen: Rotationsschneider, Schlauchbeutelmaschinen und mehrbahnige Schlauchbeutelmaschinen.
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Etikettieranlagen: Hochgeschwindigkeits-Etikettierung, synchronisiert mit bewegten Förderlinien.
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Materialhandhabung: Pick-and-Place-Portalroboter und synchronisierte Transfersysteme.
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Montage & Druck: Präzise Bahnspannungsregelung und Registerausrichtung für kontinuierliche Bahnanwendungen.
Technische Daten
| Parameter |
Spezifikation |
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellnummer |
LD77MS16 |
| Produktfamilie |
MELSEC L-Serie |
| Steuerachsen |
Bis zu 16 Achsen |
| Servoverstärker-Anschluss |
SSCNET III/H (1 System) |
| Steuerzyklus |
0,88 ms / 1,77 ms (je nach Achsen konfigurierbar) |
| Externe Eingänge |
FLS (oberer Grenzwert), RLS (unterer Grenzwert), DOG (Näherungspunkt), STOP |
| Interne Stromaufnahme |
0,85 A bei 5 VDC |
| Betriebstemperatur |
0 bis 55 °C |
| Ursprungsland |
Japan |
| Versandgewicht (berechnet) |
0,35 kg |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Anschluss / Steckverbinder |
Schnittstellenfunktion |
| CN1 (optischer Anschluss) |
SSCNET III/H-Ringverbindung zu Servoantrieben (MR-J4-B / MR-J3-B) |
| Mehrpoliger Frontanschluss |
Manueller Impulsgeber, externe Eingänge (FLS, RLS, DOG, STOP) |
Erfahrungsbasierte technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Bei der Migration von älteren rackbasierten Plattformen wie der QD77MS16 (Q Series) zur LD77MS16 bleiben wichtige Programmierarchitekturen in GX Works2 kompatibel. Berücksichtigen Sie jedoch die Unterschiede beim physischen Modulaufbau: Die L Series verwendet einen rackfreien Busanschluss. Stellen Sie sicher, dass am letzten Block Endabdeckungen montiert sind, um eine Instabilität der Kommunikationsleitung zu verhindern.
Anwendungsfallen und technische Hinweise
Achten Sie strikt auf das interne 5-VDC-Strombudget. Bei einer hohen Stromaufnahme von 0,85 A kann das Hinzufügen mehrerer Motion- oder Netzwerkeinheiten zu einem einzelnen L-Series-CPU-Stack Standardnetzteile leicht überlasten und dadurch sporadische CPU-Neustarts oder Busfehler verursachen. Stellen Sie sicher, dass die Leistungsberechnung alle angeschlossenen Erweiterungsmodule berücksichtigt.
Tipps zu Inbetriebnahme und Verdrahtung
Halten Sie bei SSCNET III/H-Lichtwellenleiterkabeln den empfohlenen Mindestbiegeradius ein (je nach Kabelklasse typischerweise 25 mm bis 30 mm). Zu enge Biegungen dämpfen die optischen Signale und verursachen beim Start zufällige Netzwerkunterbrechungen sowie den Fehler „SSCNET-Kommunikationsfehler“. Reinigen Sie die Enden der Lichtwellenleiter vor dem Einstecken stets mit einem zugelassenen Reinigungsstäbchen.
Installationsrichtlinien
WICHTIGER WARNHINWEIS: Vergewissern Sie sich vor der Montage oder Demontage des Moduls, dass die Hauptstromversorgung und die Versorgungen der Hilfsstromkreise vollständig spannungsfrei geschaltet sind. Der Versuch, das Modul bei aktivem Bus zu installieren, kann dauerhafte Schäden an der CPU oder dem Motion-ASIC verursachen.
1
Richten Sie die Haken des Moduls am angrenzenden L-Series-Modul oder an der CPU aus und drücken Sie beide fest zusammen, bis die Verbindungsarretierungen sicher einrasten.
2
Stecken Sie die SSCNET III/H-Lichtwellenleiter in den Anschluss CN1. Vergewissern Sie sich, dass der Stecker hörbar einrastet und sicher verriegelt ist.
3
Verbinden Sie externe Grenz- und Sensorsignalleitungen über geschirmte, verdrillte Adernpaare mit dem vorderen I/O-Anschluss, um Signalstörungen zu vermeiden.