Beschreibung
Das Mitsubishi Electric Q68TD-G-H02 wurde für die hochpräzise Temperaturerfassung in anspruchsvollen Industrieumgebungen entwickelt und ist ein Thermoelement-Eingangsmodul mit Kanal-zu-Kanal-Isolierung für die SPS-Plattform der MELSEC-Q-Serie. Das Modul unterstützt bis zu 8 unabhängige Eingangskanäle und bietet durch eine dedizierte Transformatorisolierung einen zuverlässigen Schutz vor Erdschleifen und Gleichtaktstörungen. Es ist für den Umgang mit standardmäßigen Sensorschwankungen ausgelegt und integriert eine integrierte Vergleichsstellenkompensation (CJC) sowie präzise Parameter für die Analog-Digital-Signalwandlung. Damit eignet es sich ideal für die Mehrzonen-Ofensteuerung, die chemische Verarbeitung und Kunststoffextrusionsanwendungen.
Hauptmerkmale
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Hohe Kanalisolierung: Die Transformatorisolierung zwischen Kanälen und zwischen Kanal und CPU verhindert Übersprechen und gewährleistet Systemstabilität unter anspruchsvollen elektrischen Bedingungen.
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Erkennung von Sensorunterbrechungen: Eine unabhängige Diagnoseüberwachung setzt sofort Warnflags, wenn bei einem bestimmten Kanal ein Kabelbruch des Sensors erkannt wird.
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Unterstützung zahlreicher Thermoelemente: Konform mit internationalen Standards wie JIS C1602-1995, IEC 60584-1 und IEC 60584-2.
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Schneller Aktualisierungszyklus: Abtastung und Umwandlung werden für alle 8 aktiven Kanäle innerhalb von 640 ms abgeschlossen.
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Dynamische Temperaturskalierung: Gibt vorzeichenbehaftete 16-Bit-Binärwerte aus, die physikalische Messbereiche von -2700 bis 18200 darstellen.
Anwendungen
- Mehrzonen-Wärmebehandlungsöfen und industrielle Fertigungsöfen.
- Thermische Überwachung von Reaktorbehältern in der Petrochemie und chemischen Industrie.
- Kunststoffextrusionsmaschinen und Heißkanalsysteme für Spritzgussanlagen.
- Dampf- und Lagertemperaturdiagnose in Kraftwerken.
Technische Daten
| Parameter |
Spezifikationswert |
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellnummer |
Q68TD-G-H02 |
| Modultyp |
Thermoelement-Eingangsmodul mit Kanal-zu-Kanal-Isolierung |
| Eingangskanäle |
8 Kanäle (zuzüglich Kanal für Vergleichsstellenkompensation) |
| Format der digitalen Ausgabe |
Vorzeichenbehaftetes Binärformat mit 16 Bit (-2700 bis 18200) |
| Thermoelementstandards |
JIS C1602-1995, IEC 60584-1 (1995), IEC 60584-2 (1982) |
| Auflösung (B, R, S, N) |
0,3 °C |
| Auflösung (K, E, J, T) |
0,1 °C |
| Abtastzyklus |
320 ms / 8 Kanäle |
| Umwandlungsgeschwindigkeit |
640 ms / 8 Kanäle |
| Kanal-zu-Kanal-Isolierung |
Transformatorisolierung (1000 Vrms AC für 1 Minute) |
| Kanal-zu-CPU-Isolierung |
Transformatorisolierung (500 Vrms AC für 1 Minute) |
| Isolationswiderstand |
10 MOhm oder mehr bei 500 VDC |
| Interner Strom (5 VDC) |
0,65 A |
| Belegte E/A-Punkte |
16 Punkte (Intelligentes Funktionsmodul) |
| Externe Schnittstelle |
40-poliger Steckverbinder (Erfordert A6CON1, A6CON2 oder A6CON4) |
| Abmessungen des Moduls |
13 cm x 2,74 cm x 10,2 cm |
| Nettogewicht |
0,22 kg |
| Versandgewicht |
1,2 kg |
Erfahrungsbasierte technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Bei der Umrüstung älterer Q-Series-Systeme mit nicht isolierten Modulen (z. B. dem Standardmodul Q64TD) müssen die E/A-Zuordnungsprofile in GX Works2 oder GX Works3 überarbeitet werden. Da das Q68TD-G-H02 anstelle einer Schraubklemmenleiste eine 40-polige Steckverbinderschnittstelle verwendet, ist ein direkter Austausch ohne Neuverdrahtung oder den Einsatz eines externen Klemmen-Umsetzgeräts physisch nicht möglich.
Typische Anwendungsfehler und technische Hinweise
Obwohl das Modul eine Isolierung von 1000 Vrms AC zwischen den Eingangskanälen bietet, ist die Nachführschaltung des Sensors für die Vergleichsstellenkompensation (CJC) nicht von der internen Stromversorgungsleitung des Sequenzers isoliert. Sicherstellen, dass die Schirmungen der Temperatursensoren ordnungsgemäß geerdet sind, und diese von externen Stromversorgungskabeln getrennt halten, um kapazitive Kopplungen und mögliche Drift in Hochspannungs-Schaltschränken zu verhindern.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Um irreführende Diagnosecodes für getrennte Kanäle zu vermeiden, müssen nicht verwendete Thermoelement-Eingangskanäle in den Parametereinstellungen des intelligenten Funktionsmoduls ausdrücklich deaktiviert werden. Bleibt ein Kanal in der Systemkonfiguration aktiviert, ohne dass ein Thermoelement angeschlossen ist, meldet das Modul dauerhaft einen Fehler im offenen Stromkreis.
Installationsrichtlinien
WICHTIGER WARNHINWEIS: Vor der Montage oder Demontage dieses Moduls alle externen Stromversorgungen, die mit dem SPS-Rack und den Ausgangslasten verbunden sind, trennen und ausschalten. Wird die Baugruppe nicht vollständig spannungsfrei geschaltet, kann dies zu unerwarteten Diagnosefehlern, zur Verschlechterung interner Komponenten oder zum Ausfall der Hardware führen.
1
Die MELSEC-Q-Basiseinheit vollständig ausschalten, bevor das Modul in den vorgesehenen Steckplatz eingesetzt wird.
2
Die untere Lasche des Moduls in den Führungsschlitz der Basiseinheit einhaken und das Modul dann fest an seinen Platz drücken, bis die obere Verriegelung einrastet.
3
Die Befestigungsschraube des Moduls (Größe M3) mit einem Drehmoment von 0,36 bis 0,48 N-m anziehen, um einen kontinuierlichen Erdungskontakt zu gewährleisten.
4
Verdrahtete Verbindungen müssen mit dem kompatiblen 40-poligen Steckverbinder (A6CON1/A6CON2/A6CON4) abgeschlossen werden. Abgeschirmte Thermoelement-Verlängerungsleitungen müssen getrennt von Hochspannungs-Wechselstromleitungen verlegt werden.