Beschreibung
Die dezentrale Signalerfassung an Maschinenrahmen und Produktionslinien wird von der Beckhoff IP1002-B810 Fieldbus Box zuverlässig ausgeführt. Das Gerät erfasst binäre Steuersignale von bis zu acht digitalen Sensoren und überträgt sie über eine Punkt-zu-Punkt-RS232-Schnittstelle an die Mastersteuerung. Das robuste, vollständig abgedichtete Polyamidgehäuse der IP1002-B810 macht keinen Schutzschaltschrank erforderlich und ermöglicht die direkte Montage an Maschinen in anspruchsvollen industriellen Umgebungen. Zu den wichtigsten Merkmalen gehören ein integrierter 3,0-ms-Eingangsfilter zur Vermeidung von Kontaktprellen sowie standardmäßige M12-Schraubanschlüsse für eine robuste Sensorverdrahtung im Feld.
Merkmale
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8 digitale Eingänge: Unterstützt den direkten Anschluss standardmäßiger binärer 24-V-DC-Sensoren.
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Serielle RS232-Schnittstelle: Peer-to-Peer-Kommunikationsprotokoll mit wählbaren Datenübertragungsraten bis zu 38,4 kBaud.
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Robustes, abgedichtetes Gehäuse: Die äußerst langlebige Konstruktion aus PA6-Polyamid erfüllt die Schutzarten IP65, IP66 und IP67.
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Eingangsfilterung: Integrierter 3,0-ms-Hardwarefilter zur Unterdrückung von Signalrauschen und Kontaktprellen.
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Flexible Montage: Zwei vorgebohrte strukturelle Befestigungsbohrungen mit 3,5 mm Durchmesser zur direkten Befestigung an Maschinen mit M3-Schrauben.
Anwendungen
- Dezentrale Automatisierungssysteme für Verpackungsmaschinen.
- Steuerungsnetzwerke für Förderanlagen und Materialtransport.
- Nassbereiche, die hohe Schutzarten gegen das Eindringen von Wasser und Staub erfordern.
- Spezielle Konfigurationen zur seriellen Peer-to-Peer-Datenprotokollierung.
Tabelle der technischen Daten
| Parameter |
Spezifikation |
| Hersteller |
Beckhoff Automation |
| Modellbezeichnung |
IP1002-B810 |
| Produkttyp |
Digitales Eingangskmodul der Fieldbus Box |
| Anzahl der Eingänge |
8 digitale Eingänge |
| Schnittstellenprotokoll |
RS232 (offenes, dokumentiertes Protokoll) |
| Datenübertragungsraten |
9,6 kBaud, 19,2 kBaud, 38,4 kBaud (Standard) |
| Nenneingangsspannung |
24 V DC (-15 % / +20 %) |
| "0"-Signalspannung |
-3 bis +5 V (EN 61131-2, Typ 2) |
| "1"-Signalspannung |
11 bis 30 V (EN 61131-2, Typ 2) |
| Eingangsfilterzeit |
3,0 ms |
| Stromaufnahme der Box |
45 mA + Sensorstrom (max. insgesamt 0,5 A) |
| Stromversorgungsanschlüsse |
Einspeisung: 1 x M8-Stecker, 4-polig; Abgang: 1 x M8-Buchse, 4-polig |
| Bus-Schnittstellenanschluss |
1 x M12-Buchse, 5-polig, B-codiert |
| Sensoranschlüsse |
M12, Schraubanschluss |
| Gehäusematerial |
PA6 (Polyamid) |
| Schutzart |
IP65, IP66, IP67 (entspricht EN 60529) |
| Betriebstemperaturbereich |
0 bis +55 °C |
| Lagertemperaturbereich |
-25 bis +85 °C |
| Zulassungen |
CE, UL |
| Abmessungen (B x H x T) |
30 mm x 175 mm x 26,5 mm |
| Nettogewicht |
Ca. 210 g |
| Versandgewicht (berechnet) |
2,0 kg |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Steckverbinder/Klemme |
Funktion / Pinbelegung |
| M8-Einspeisung (Stecker) |
Pin 1: +24 V DC Steuerspannung (US), Pin 2: +24 V DC Lastspannung (UP), Pin 3: GND (US), Pin 4: GND (UP) |
| M8-Abgang (Buchse) |
Reihenschaltungsanschluss zu nachgeschalteten Modulen (US, UP, GND US, GND UP) |
| M12-Busschnittstelle (B-codiert) |
Serielle RS232-Kommunikationsleitungen (Schnittstellenanschlüsse RXD, TXD, GND) |
Erfahrungsbasierte technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Das Modell IP1002-B810 verwendet eine standardmäßige Punkt-zu-Punkt-Verbindung über RS232, die sich von den feldbusspezifischen IP1002-Netzwerkmodulen (z. B. den CANopen- oder PROFIBUS-Varianten) unterscheidet. Stellen Sie bei der Konfiguration der seriellen Verbindung sicher, dass die Parameter der seriellen Schnittstelle des Controllers mit der Standard-Baudrate des Moduls von 38,4 kBaud übereinstimmen. Standardkonfigurationsaufgaben können direkt über die angegebene Programmierschnittstelle der Beckhoff-Software KS2000 durchgeführt werden.
Typische Anwendungsfehler und technische Hinweise
Da RS232 eine unsymmetrische Kommunikationsschnittstelle ist, ist die maximale Länge des seriellen Verbindungskabels strikt auf 15 Meter begrenzt. Das Überschreiten dieser Entfernung oder die Verwendung minderwertiger, ungeschirmter Kabel in Umgebungen mit starken Störeinflüssen (z. B. neben Frequenzumrichtern) führt zu Übertragungsfehlern und Modul-Timeouts. Stellen Sie sicher, dass die Gesamtstromaufnahme der angeschlossenen Sensoren den kurzschlussgeschützten Grenzwert von 0,5 A am Modul nicht überschreitet.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Verwenden Sie beim Verlegen der Steuerkabel abgeschirmte Kupferleitungen (2 x 0,25 mm²), die speziell für RS232-Übertragungen ausgelegt sind. Stellen Sie sicher, dass die Abschirmung auf der Seite des Hostcontrollers ordnungsgemäß geerdet ist. Überprüfen Sie bei der M8-Stromverteilungs-Reihenschaltung, dass die kumulierte Steuerspannungsaufnahme (US) aller nachgeschalteten Module die Kontaktbelastbarkeit der Einspeisesteckverbinder nicht überschreitet, die typischerweise auf 4 A begrenzt ist.
Installationsrichtlinien
WICHTIGER WARNHINWEIS: Stellen Sie vor der Montage oder vor Verdrahtungsarbeiten am Fieldbus Box sicher, dass alle Stromquellen – sowohl die Steuerspannung (US) als auch die Hilfslastspannung (UP) – vollständig spannungsfrei sind. Eine fehlende Trennung der Stromversorgung kann zu Schäden an Klemmen oder Sensoren sowie zu unerwarteten Zustandsübergängen des Systems führen.
1
Mechanische Montage: Befestigen Sie die IP1002-B810 mit zwei M3-Schrauben durch die Befestigungsbohrungen mit 3,5 mm Durchmesser an einer ebenen Maschinenfläche. Ziehen Sie die Schrauben mit dem für Ihren Montageuntergrund empfohlenen Drehmoment an.
2
RS232-Busanschluss: Stecken Sie das 5-polige, B-codierte M12-Buskabel in den Kommunikationsanschluss. Ziehen Sie die Schraubkupplung von Hand fest, um die Dichtung gemäß IP67 zu sichern.
3
Integration der Stromversorgung: Verbinden Sie die eingehende 24-V-DC-Stromquelle mit dem 4-poligen M8-Stecker. Bei einer Reihenschaltung führen Sie ein M8-Kabel vom abgangsseitigen Buchsenanschluss zum nächsten Feldbusmodul.
4
Sensoranschlüsse der I/O: Verbinden Sie die 8 digitalen Sensoren mit den jeweiligen M12-Peripherieanschlüssen. Verschließen Sie alle nicht verwendeten Anschlüsse mit M12-Schutzkappen, um das Eindringen von Flüssigkeiten zu verhindern und die Schutzart IP67 aufrechtzuerhalten.