Beschreibung
Das für die Hochgeschwindigkeitsverarbeitung von Impulsen in dezentralen Automatisierungsumgebungen entwickelte Modul Beckhoff IP1502-B800 ist ein robustes 2-Kanal-Zählermodul innerhalb der Fieldbus-Box-Architektur. Dieses staub- und wasserdichte Feld-I/O-Gerät integriert zwei unabhängige 32-Bit-Zähler, die Impulsfrequenzen von bis zu 100 kHz verarbeiten können. Dadurch eignet es sich für Drehzahlmessung, Längenerfassung und Positionierungsaufgaben direkt in rauen Feldumgebungen. Über das Übertragungsmedium RS485 kommuniziert das Gerät mit einem dokumentierten offenen seriellen Protokoll und ermöglicht so eine zuverlässige Integration in verteilte Steuerungssysteme, ohne dass ein zusätzliches Schutzgehäuse erforderlich ist.
Merkmale
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Zwei Hochgeschwindigkeitszähler: Zwei unabhängige 32-Bit-Zähler mit einer maximalen Eingangsfrequenz von 100 kHz.
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Vielseitige Eingänge: Umfasst 2 Zählereingänge, 2 Gate-Eingänge und 2 Auf-/Abwärtsschalter für die Richtungszählung.
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Integrierte Ausgänge: Verfügt über 2 kurzschlussfeste 24-V-DC-Ausgänge mit einer Nennstromstärke von 0,5 A zur direkten Ansteuerung von Aktoren.
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Robustes Feldbus-Box-Design: Vollständig vergossenes Gehäuse mit Schutzart IP67 zur direkten Montage an der Maschine ohne Schaltschrank.
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RS485-Kommunikation: Verwendet geschirmte Kupferkabel und unterstützt variable Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 38,4 kBaud über Entfernungen von bis zu 1200 Metern.
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Flexible Konfiguration: Konfigurierbare Parameter, Parameter und Betriebsarten über das Beckhoff-Softwaretool KS2000.
Anwendungen
- Hochgeschwindigkeits-Pulserfassung für industrielle Durchflussmesser und Encoder-Tracking.
- Dezentrale Positionierung und Längenmessung in Holzbearbeitungs- und Metallbearbeitungsmaschinen.
- Überwachung der Drehzahl (U/min) in Windkraftanlagen und Schwerlastfördersystemen.
- Inline-Teilezählung und Synchronisierung von Verpackungslinien.
Technische Daten
| Parameter |
Spezifikationswert |
| Hersteller |
Beckhoff |
| Modellbezeichnung |
IP1502-B800 |
| Feldbus-Schnittstelle |
RS485 (1 x M12-Buchse, 5-polig, B-codiert) |
| Anzahl der Zähler |
2 (jeweils 32 Bit) |
| Zählfrequenz |
100 kHz (2 kHz für Auf-/Abwärtszählung) |
| Nenneingangsspannung |
24 V DC (-15 % / +20 %) |
| Signalspannungspegel |
Signal „0“: -3 bis +5 V | Signal „1“: 11 bis 30 V (EN 61131-2, Typ 2) |
| Digitale Ausgänge |
2 x 24 V DC, 0,5 A (kurzschlussfest) |
| Sensorversorgung |
Abgeleitet von der Steuerspannung, insgesamt max. 0,5 A, kurzschlussfest |
| Stromversorgungsanschlüsse |
Eingang: M8-Stecker, 4-polig; Ausgang: M8-Buchse, 4-polig |
| Stromaufnahme |
45 mA + Sensorlast (max. 0,5 A) |
| Schutzart |
IP65 / IP66 / IP67 (entspricht EN 60529) |
| Betriebstemperatur |
0 bis +55 °C |
| Lagertemperatur |
-25 bis +85 °C |
| Abmessungen (B x H x T) |
30 mm x 175 mm x 26,5 mm |
| Gehäusematerial |
Polyamid PA6 |
| Nettogewicht |
ca. 210 g |
| Versandgewicht (berechnet) |
2,0 kg |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Schnittstellenanschluss |
Steckverbindertyp |
Funktion / Pinbelegung |
| Busschnittstelle |
1 x M12-Buchse, 5-polig, B-codiert |
Serielle RS485-Kommunikation (RxD/TxD-A, RxD/TxD-B, GND, Schirmung) |
| Stromversorgungseingang |
1 x M8-Stecker, 4-polig |
24-V-DC-Steuerspannung (Us), Lastspannung (Up), Masseanschlüsse |
| Nachgeschaltete Stromversorgung |
1 x M8-Buchse, 4-polig |
Durchgeschleifter Ausgang zur Verbindung benachbarter Fieldbus Boxes |
| Signalanschlüsse |
M12-Schraubsteckverbinder |
Eingänge von Kanal 1 und 2 (Zähler, Gate, Aufwärts-/Abwärtszählung), Hilfssensorversorgung und digitale Ausgänge |
Erkenntnisse aus der Praxis und technische Hinweise
Alternative Modelle und Kompatibilität
Die B800-Serie verwendet Beckhoffs proprietäres serielles RS485-Feldbusprotokoll. Sie ist hauptsächlich mit seriellen Kopplernetzwerken wie den Kopplern IPxxxx-B800 und IL230x-B800 kompatibel. Bei einer Umstellung auf moderne Protokolle wie EtherCAT oder PROFINET sollten entsprechende Geräte der EP-Serie (z. B. EP1518 oder EP5101) geprüft werden. Sicherstellen, dass der Master-Controller über die korrekt konfigurierte serielle Schnittstellenkarte verfügt, um das 80-Bit-Prozessabbild (bestehend aus zwei 32-Bit-Zählerwerten sowie Steuerungs-/Statuswörtern) zu verarbeiten.
Typische Anwendungsfehler und technische Hinweise
Beim Betrieb mit der Maximalfrequenz von 100 kHz sicherstellen, dass die Signalkabel vollständig geschirmt und von leistungsstarken Motorleitungen getrennt verlegt sind. Ungeschirmte Standard-M12-Kabel können induktive Störungen aufnehmen und dadurch falsche Impulszählungen verursachen. Außerdem ist zu beachten, dass die Aufwärts-/Abwärts-Schaltlogik auf einem Hardwaresignal mit einer reduzierten Frequenzgrenze von 2 kHz basiert; ein schnelleres Umschalten der Richtung kann zu nicht übereinstimmenden Positionsregisterwerten führen.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Die Baudrate der seriellen Kommunikation vor der Inbetriebnahme immer über die KS2000-Software konfigurieren. Die Standardbaudrate beträgt 38,4 kBaud. Beim Reihenschalten mehrerer Boxen am RS485-Bus muss am letzten physischen Netzwerkknoten ein Abschlusswiderstand (120 Ohm) platziert werden, um Übertragungsreflexionen zu verhindern, insbesondere bei Kabellängen von mehr als 100 Metern.
Installationsrichtlinien
WICHTIGER WARNHINWEIS
Vor dem Anschließen oder Trennen von M8- und M12-Steckverbindern alle Stromquellen (Steuerspannung Us und Lastspannung Up) trennen. Das Anschließen oder Trennen unter Last kann elektrische Lichtbögen verursachen, hochempfindliche interne Zählerkomponenten beschädigen und den Schutz gegen das Eindringen von Wasser und Staub beeinträchtigen.
1
Die Fieldbus Box mithilfe der zwei integrierten 3,5-mm-Montagebohrungen und M3-Befestigungsmaterials montieren. Sicherstellen, dass die Montagefläche eben ist, um eine Torsionsbelastung des Polyamidgehäuses zu verhindern.
2
Alle passenden M12- und M8-Kabelsteckverbinder mit den vorgegebenen Drehmomenten (0,6 Nm für M12, 0,4 Nm für M8) festziehen, um eine flüssigkeitsdichte IP67-Abdichtung zu gewährleisten.
3
24 V DC an den M8-Stromversorgungsanschluss anlegen und überprüfen, ob die Status-LEDs aufleuchten. Dies bestätigt, dass die interne Steuerelektronik vor Beginn der seriellen Kommunikation aktiv ist.