Produktbeschreibung
Die Serie Bently Nevada 177313 bezeichnet das elektrisch angetriebene TK-3e-Testkit für Näherungssysteme, ein branchenübliches Kalibriergerät zur Überprüfung der Betriebsintegrität von Näherungsgeberkreisen und Maschinenschutzmonitoren. Durch die mechanische Simulation tatsächlicher Wellenschwingungen und der statischen Position ermöglicht die Serie 177313 Instrumententechnikern, die Linearität des Kreises zu prüfen, Sensor-Skalierungsfaktoren zu verifizieren und Alarmauslösewerte direkt vor Ort oder in der Werkstatt zu kalibrieren. Dieses Kit ist ein wesentlicher Bestandteil der vorbeugenden Wartung und der Verifizierung bei Anlagenstillständen in Kraftwerken, petrochemischen Raffinerien und Betrieben der Schwerindustrie.
Aufschlüsselung der Suffixe und Bestellmatrix
Das Basismodell 177313 erfordert die Auswahl von drei spezifischen Suffixen (177313-AA-BB-CC), um die mechanische Skala, die Stromversorgungskonfiguration und die Konformität für explosionsgefährdete Bereiche festzulegen:
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AA — Option für Skaleneinheiten:
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01: Englisches Zoll-Mikrometer (kalibriert in mil, Bereich 0–1000 mil)
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02: Metrisches Mikrometer (kalibriert in Millimetern, Bereich 0–25,4 mm)
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BB — Option für den Netzkabeltyp:
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01: Amerikanisches Standard-Netzkabel (110-V-AC-Konfiguration)
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02: Europäisches Standard-Netzkabel (220-V-AC-Konfiguration)
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03: Standard-Netzkabel für das Vereinigte Königreich
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04: Standard-Netzkabel für Australien
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CC — Option für behördliche Zulassungen:
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00: Keine Zulassungen / Standardoption für den kommerziellen Einsatz
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01: CSA/NRTL/C (Klasse I, Division 2, Gruppen A, B, C und D)
Technische Spezifikationen
| Merkmal / Parameter |
Standardbetriebsdaten |
| Basismodellnummer |
Serie 177313 |
| Hersteller |
Bently Nevada (Hergestellt in den USA) |
| Elektrischer Eingang (Niederspannung) |
95–125 V AC, 50/60 Hz, mindestens 1 A (Option BB=01) |
| Elektrischer Eingang (Hochspannung) |
190–250 V AC, 50/60 Hz, mindestens 1 A (Option BB=02/03/04) |
| Bereich der Vibrationsamplitude |
50 µm bis 254 µm (2 bis 10 mil) Spitze-zu-Spitze |
| Geschwindigkeit der Taumelscheibe |
Variable Regelung, 0 bis 5000 U/min (±1000 U/min) |
| Material von Zielknopf und -platte |
AISI 4140 legierter Stahl |
| Aufnahmekapazität des Sondenhalters |
Geeignet für Sondendurchmesser von 5 mm bis 19 mm (0,197 Zoll bis 0,75 Zoll) |
| Betriebstemperatur |
0 bis 50 °C (32 bis 122 °F) |
| Lagertemperatur |
-18 bis 65 °C (0 bis 150 °F) |
| Grenzwert für relative Luftfeuchtigkeit |
95 %, nicht kondensierend |
| Nettogewicht |
5,22 kg (11,5 lb) |
| Abmessungen (H x B x T) |
195 mm x 299 mm x 248 mm |
Kompatibilitäts- und technische Hinweise
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Spezifikation des Zielmaterials: Der Zielknopf und die motorisierte Taumelscheibe bestehen aus AISI-4140-Legierungsstahl und entsprechen damit den Standardwellen industrieller Turbomaschinen. Die Kalibrierung von Wirbelstrom-Näherungssonden an nicht standardkonformen Metallen (z. B. Aluminium oder anderen Edelstahlsorten als 4140) führt zu falschen Messwerten des Spannungsskalierungsfaktors.
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Anforderungen an Prüfgeräte: Zur Überprüfung dynamischer Vibrationsamplituden ist kein externes Oszilloskop erforderlich. Techniker können die exakte Spitze-Spitze-mechanische Auslenkung allein mit einem handelsüblichen Digitalmultimeter berechnen, indem sie die entsprechende Änderung der Gleichspannung des Proximitor-Sensors ablesen.
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Warnung zur Spannungskompatibilität: Überprüfen Sie vor dem Anlegen der Netzspannung stets die spezifische Netzkabeloption (BB). Die Versorgung einer 110-VAC-Einheit (BB=01) mit einer 220-VAC-Quelle führt zu einer sofortigen Beschädigung der internen Motorsteuerung. Umgekehrt verhindert der Betrieb einer 220-VAC-Einheit an einer 110-VAC-Quelle, dass der Antriebsmotor seine Nenndrehzahl in cpm erreicht.
Wichtige Hinweise zu Sicherheit und Betrieb vor Ort
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Schutz der Sondenspitze: Verstellen Sie niemals den physischen Abstand der Näherungssonde, während der Motor der Taumelscheibe läuft. Positionieren Sie die Sonde stets und stellen Sie den mechanischen Grundabstand her, wenn die Einheit vollständig stillsteht, um zu verhindern, dass das Stahlziel bei hoher Geschwindigkeit gegen die Sonde schlägt und deren Keramikspitze zerbricht.
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Überprüfung der statischen Kalibrierung: Befestigen Sie die Sonde in der Mikrometerhalterung der Spindel. Fahren Sie das Mikrometer vor, bis das Ziel die Sondenspitze leicht berührt, und stellen Sie dann den Mikrometer-Nullpunkt ein. Ziehen Sie die Sonde in präzisen, festen Schritten (z. B. 10 mil oder 0,25 mm) zurück und überprüfen Sie, ob der Gleichspannungsausgang des Proximitor dem angegebenen Systemskalierungsfaktor entspricht (typischerweise 200 mV/mil oder 7,87 V/mm).
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Wartung der Zielfläche: Reinigen Sie vor der Ausführung der Kalibrierungsroutinen die Zielfläche aus AISI-4140-Stahl, um Fett, Schmutz oder Konservierungsöle zu entfernen. Kratzer, Vertiefungen oder Partikel auf dem Ziel verursachen elektrischen Rundlauf, der die Daten zur Sensorlinearität verfälscht.