ABB 07 DC 92 (07DC92), Bestellnummer GJR5 2522 00 R0101, ist ein dezentrales digitales Eingangs-/Ausgangsmodul für das AC31-Automatisierungssystem und den CS31-Systembus. Im Gegensatz zu fest konfigurierten I/O-Modulen können alle 32 Kanäle vom Anwenderprogramm individuell als digitale Eingänge, digitale Ausgänge oder rücklesbare Ausgänge konfiguriert werden, was eine außergewöhnliche Flexibilität für dezentrale Steuerungsanwendungen bietet.
Das Modul teilt seine 32 Kanäle in vier elektrisch isolierte Gruppen mit jeweils acht Kanälen auf. Jeder Ausgang verwendet Transistortechnologie mit einer Nennlastkapazität von 500 mA und verfügt über einen elektronischen Überlast- und Kurzschlussschutz. Integrierte Diagnosefunktionen, Kanalstatus-LEDs und Kommunikationsüberwachung unterstützen das Wartungspersonal bei der Inbetriebnahme und der Fehleranalyse.
Das ABB 07 DC 92 belegt zwei digitale Adressen am CS31-Systembus und kann auch als dediziertes Ausgangsmodul konfiguriert werden, wenn keine Eingangsadressen benötigt werden. Diese Flexibilität macht das Modul für Maschinenautomatisierung, Prozessleitsysteme, Versorgungsanlagen und industrielle Modernisierungsprojekte mit dezentraler Feld-I/O geeignet.
Technische Daten
| Hersteller |
ABB |
| Modell |
07 DC 92 (07DC92) |
| Bestellnummer |
GJR5 2522 00 R0101 (GJR5252200R0101) |
| Produkttyp |
Digitales Eingangs-/Ausgangsmodul |
| System |
AC31 / Advant Controller 31 |
| Kommunikationsbus |
CS31-Systembus |
| Busschnittstelle |
EIA RS-485 |
| Anzahl konfigurierbarer Kanäle |
32 |
| Kanalmodi |
Eingang, Ausgang, rücklesbarer Ausgang |
| Kanalgruppen |
4 Gruppen × 8 Kanäle |
| Elektrische Isolation |
Isolation zwischen Gruppen und zwischen Bus und I/O |
| Nennversorgungsspannung |
24 VDC |
| Nennsignalspannung |
24 VDC |
| Maximale Stromaufnahme |
0,15 A (ohne Last) |
| Maximale Belastung der Versorgungsklemme |
4,0 A |
| Maximale Verlustleistung |
5 W (Ausgänge unbelastet), 10 W (Ausgänge belastet) |
| Verpolungsschutz |
Unterstützt |
| Betriebstemperatur |
0 °C bis +55 °C |
| Statusanzeigen |
32 gelbe LEDs + 1 rote Fehler-LED |
| Adresseinstellung |
DIL-Schalter unter der Seitenabdeckung |
Eigenschaften der digitalen Eingänge
| Eingangskanäle |
32 |
| Eingangsverzögerung |
Typisch 7 ms |
| Eingangsspannung |
24 VDC |
| Bereich für Signal 0 |
-30 V bis +5 V |
| Bereich für Signal 1 |
+13 V bis +30 V |
| Eingangsstrom bei 24 V |
Typisch 7 mA |
| Bezugspotenziale |
ZP0, ZP1, ZP2, ZP3 |
Eigenschaften der digitalen Ausgänge
| Ausgangstyp |
Transistorausgänge |
| Ausgangskanäle |
32 |
| Nennausgangsstrom |
500 mA pro Kanal |
| Maximaler Gruppenstrom |
4 A pro Gruppe |
| Leckstrom |
< 0,5 mA |
| Überlastschutz |
Integriert |
| Kurzschlussschutz |
Integriert |
| Strombegrenzung |
Unterstützt |
| Überlastschwelle |
Ca. 0,7 A |
| Automatische Reaktivierung |
Nach Beseitigung des Kurzschlusses oder der Überlastung |
| Schutz induktiver Lasten |
Interner Varistor |
Installations- und Inbetriebnahmehandbuch
Die Inbetriebnahme des ABB 07 DC 92 vor Ort beginnt in der Regel mit der Überprüfung des DIL-Adressschalters, der CS31-Busverdrahtung und der 24-VDC-Stromversorgungsanschlüsse. Das Modul liest seine Adresskonfiguration nur während der Initialisierung beim Einschalten ein. Daher ist nach jeder Adressänderung ein Neustart erforderlich, bevor sie wirksam wird.
Installieren Sie das Modul vertikal mit den Anschlüssen nach oben und unten. Die Kühlung durch natürliche Konvektion darf nicht durch Kabelkanäle, Netzteile oder andere Komponenten des Schaltschranks behindert werden.
| Befestigungsmethode |
DIN-EN-50022-Schiene oder 4 × M4-Schrauben |
| Einbaulage |
Vertikal |
| Kühlmethode |
Natürliche Konvektion |
| Breite × Höhe × Tiefe |
120 × 140 × 85 mm |
| Gewicht |
450 g |
Während des Starts leuchten alle LEDs kurz auf, während das Modul initialisiert wird. Wenn der CS31-Bus nicht ordnungsgemäß arbeitet, blinkt die rote Fehler-LED dauerhaft. Vor dem Austausch des Moduls sollten Techniker die Adresseinstellungen, die Buspolarität, die Controller-Konfiguration und die Kabeldurchgängigkeit überprüfen.
Bei Auftreten einer Überlastung oder eines Kurzschlusses wird der betroffene Ausgangskanal durch die Schutzschaltung automatisch abgeschaltet. Die LED des entsprechenden Kanals blinkt, bis der Fehlerzustand behoben und der Ausgang wieder aktiviert wurde.