Beschreibung
Als leistungsstarker mehrachsiger Steuerungsknoten koordiniert der Delta-Electronics-DVP10MC11T komplexe Bewegungsprofile über dedizierte CANopen-Netzwerke. Dieser Bewegungscontroller integriert SPS-Ablaufsteuerung und mehrachsige Bewegungssteuerung in einem platzsparenden Gehäuse und kommuniziert direkt mit AC-Motorantrieben und Servosystemen. Zur Minimierung der Systemlatenz ist das Gerät mit Hochgeschwindigkeits-Digitaleingängen und Transistorausgängen für schnelle Ereignisauslösung, Passermarkenerfassung und die allgemeine Systemsteuerung ausgestattet.
Funktionen
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Mehrachsensynchronisierung: Steuert bis zu 16 physische Achsen über ein äußerst zuverlässiges, störungsunempfindliches CANopen-Bewegungssteuerungsnetzwerk.
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Einheitliche Steuerungsarchitektur: Kombiniert Logikprogrammierung und Bewegungssteuerung (einschließlich elektronischer Kurvenscheibe, fliegender Schere und Rotationsschnitt) in einer Umgebung.
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Integrierte Kommunikationsschnittstellen: Verfügt über integrierte CANopen-, Ethernet-(Modbus TCP)- und RS-485-(Modbus ASCII/RTU)-Serienanschlüsse für flexible Netzwerkanbindungen.
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Hochgeschwindigkeits-System-I/O: Onboard-Hochgeschwindigkeits-Digitaleingänge reagieren auf schnelle Rückmeldeimpulse für präzise Positionierungs- und Verriegelungsfunktionen.
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Standardprogrammausführung: Unterstützt standardmäßige SPS-Kontaktplanlogik und Strukturierten Text neben spezialisierten Befehlsblöcken für die Bewegungssteuerung.
Anwendungen
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Verpackungs- und Etikettiermaschinen: Koordiniert Hochgeschwindigkeitsvorschubachsen, Passermarkenverfolgung und Rotationsschneidmechanismen.
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Textilmaschinen: Verwaltet elektronische Übersetzungsverhältnisse und präzise Spannungsregelung bei Spulanwendungen.
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Materialhandhabungssysteme: Steuert mehrachsige Portalroboter, automatisierte Sortiertische und synchronisierte Förderanlagen.
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Druck- und Schneidsysteme: Synchronisiert die Messerpositionierung mit Eingangssignalen von Passermarken für kontinuierliches Schneiden ohne Drift.
Technische Spezifikationen
| Parameter |
Spezifikationswert |
| Hersteller |
Delta Electronics |
| Modellnummer |
DVP10MC11T |
| Produktserie |
DVP-Serie (MC-Bewegungssteuerungsfamilie) |
| Gerätetyp |
Netzwerktyp Bewegungssteuerung |
| Eingangs- und Ausgangspunkte |
10 Punkte (Onboard) |
| Eingangstyp |
DC-Hochgeschwindigkeitseingang (Typ H) |
| Ausgangstyp |
Transistor (Senke / NPN) |
| Gesteuerte Achsen |
Bis zu 16 Achsen über ein CANopen-Netzwerk |
| Versorgungsspannung |
24 VDC (zulässiger Bereich: 20,4 VDC bis 28,8 VDC) |
| Kommunikationsanschlüsse |
CANopen, Ethernet, RS-485 |
| Betriebstemperatur |
0 bis 55 °C (nicht kondensierend) |
| Versandgewicht (berechnet) |
2,0 kg |
| Abmessungen der Verpackung (berechnet) |
165 x 120 x 95 mm |
Verbindungen und Schnittstellen
| Schnittstellenknoten |
Funktionszuordnung / Klemmenbelegung |
| 24 VDC / 0 V |
Hauptversorgungseingang für die Systemsteuerung (Schraubklemmenblock) |
| CANopen (5-polig) |
Motion-Control-Bus (CAN_H, CAN_L, CAN_GND, Shield, V+) |
| Ethernet (RJ-45) |
10/100-Mbit/s-Modbus-TCP- und Programmier-Upload-/Download-Anschluss |
| RS-485 (SG+, SG-) |
Serielle Modbus-Verbindung für zusätzliche HMI- oder lokale Peripherieintegration |
Empirische technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Bei der Skalierung der Systemkapazität die unterschiedlichen Leistungsschwellenwerte des DVP10MC11T (CANopen-Protokoll) und des DVP15MC11T (EtherCAT-Protokoll) beachten. Mit der CANopen Builder-Software erstellte Programmblöcke erfordern bei der Migration zu EtherCAT-basierten Topologien aufgrund von Abweichungen beim direkten Achszuordnungsmechanismus in der Delta-Programmiersoftware eine strikt einzuhaltende Übersetzung.
Anwendungsfallen und technische Hinweise
Eine korrekte Impedanzanpassung des CANopen-Netzwerkstrunks ist entscheidend. Nicht allein auf die internen Abschlusswiderstände der Antriebe verlassen; an den physikalischen Enden des Kommunikationsnetzwerks jeweils einen 120-Ohm-Widerstand mit 1/4 W zwischen CAN_H und CAN_L installieren. Andernfalls kann es bei Hochgeschwindigkeitsprofilen zu Paketkollisionen, unregelmäßigen Synchronisierungszeitpunkten oder allgemeinen Antriebsalarmfehlern „CANopen communication timeout“ kommen.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Die 24-VDC-Logikversorgung immer getrennt von den primären Servoversorgungsleitungen verlegen. In Umgebungen mit hohem Störpegel sicherstellen, dass die Funktionserdeklemme (FE) des Controllers über ein niederimpedantes Kupferband mit dem zentralen Stern-Erdungspunkt des Schaltschranks verbunden ist, um zu verhindern, dass Gleichtaktstörungen die Verfolgung der Hochgeschwindigkeits-Eingangsregister unterbrechen.
Installationsrichtlinien
KRITISCHER WARNHINWEIS: Vor Beginn der mechanischen Montage oder der I/O-Anschlüsse alle Stromverteilungssysteme, vorgeschalteten Leistungsschalter und Antriebssysteme spannungsfrei schalten. Mit einem kalibrierten Digitalmultimeter überprüfen, dass der Stromkreis vollständig spannungsfrei ist. Restspannungen in den Kondensatoren der Motorantriebe können den Bewegungscontroller rückspeisen und die CPU dauerhaft beschädigen.
1
Den Controller auf einer standardmäßigen, 35 mm breiten symmetrischen DIN-Schiene einrasten. Sicherstellen, dass die Halteclips sicher einrasten.
2
Den Funktionserdungsleiter (FE) des Systems direkt mit der Gehäuse-Erdungsplatte verbinden, um externe hochfrequente HF-Störungen zu reduzieren.
3
Die Kommunikationssteckverbinder verdrahten und dabei sicherstellen, dass die CANopen-Schirmung über alle Leitungssegmente hinweg durchgängig ist und nur an einem Knoten am Controller-Ende geerdet wird.
4
24-VDC-Steuerspannung anlegen und die Status-LEDs an der Front (POWER, RUN, ERROR) überwachen, um den ordnungsgemäßen Ablauf der internen Diagnose beim Booten zu bestätigen.